Lokalsport

Pokalspielsieg als psychologischer TSVJ-Vorteil?

Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga erwartet der Tabellenvierte TSV Notzingen den Spitzenreiter TSV Jesingen während die Notzinger drei Punkte proklamieren, geben sich die Jesinger betont gelassen.

KLAUS-DIETER LEIB

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NOTZINGEN Die Voraussetzungen für ein tolles Spitzenspiel im Notzinger Eichert sind wahrlich gegeben: Beide Teams sind seit sechs Spieltagen ungeschlagen und haben jeweils 16 Punkte geholt. Der TSV Notzingen ist nach der unglaublichen Aufholjagd beim TSV Neckartailfingen (mit zwei Mann weniger aus einem 0:2 ein 3:2 gemacht) in guter Form, um auch gegen den TSV Jesingen gewinnen zu können. "Wir spielen voll auf Sieg", so die Devise von Spielertrainer Stefan Haußmann. Sein Trainerkollege Klaus Müller geht die Sache hingegen etwas lockerer an: "Wir haben praktisch nichts zu verlieren." Bei sieben Punkten Vorsprung gegenüber der Eichert-Elf kann der TSV Jesingen in Notzingen befreit aufspielen. "Auch eine Niederlage wirft uns nicht um", will Müller den Druck von seiner Mannschaft nehmen.

Erst vor zehn Tagen standen sich beide Mannschaft im Bezirkspokal gegenüber. Der TSV Jesingen gewann im Eichert mit 2:1. "Das könnte ein psychologischer Vorteil für uns sein", vermutet der Jesinger Übungsleiter. Personell kann Müller aus dem Vollen schöpfen. Dagegen muss Stefan Haußmann mit Freddy Giehl (Rotsperre), Ingo Schäfer (Rotsperre), Zoran Paric (verletzt) und Birant Sentürk gleich auf vier Leistungsträger verzichten. Bei Sentürk, den Nackenprobleme plagen, besteht allerdings die Möglichkeit, dass er doch noch eingesetzt werden kann. Dennoch geht der TSVN-Coach dem Spiel optimistisch entgegen: "Unser Kader ist stark genug, diese Ausfälle gleichwertig zu ersetzen."

Die Verfolger drücken sicherlich dem TSV Notzingen die Daumen, um wieder näher an den Spitzenreiter heranzurücken. Der TSuGV Großbettlingen hat die Chance, bei einer Jesinger Niederlage und einem Sieg beim TSV Grötzingen wieder die Tabellenführung zu übernehmen.

Die SGEH, mit sechs Punkten seit drei Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz, erhofft sich gegen den TSV Boll drei Punkte. Trainer Erhard Reinhofer ist überzeugt: "Wir sind auf dem richtigen Weg." Am Sonntag gegen den TSV Boll, der sicherlich zu den Spitzenteams der Bezirksliga gezählt werden darf, wird es für Reinhofers Schützlinge schwer. Dennoch erhofft sich der SGEH-Coach ein Erfolgserlebnis in Form von drei Punkten.

"Grundsätzlich verschlafen wir eine Halbzeit", sieht Axel Maier, Trainer des TSG Zell mit einen Grund für die schlechte Plazierung. Mit nur acht Punkten stehen die Zeller auf dem vorletzten Platz und bei den Wernauer SF wird es auch nicht einfach werden, einen "Dreier" zu landen. "Ich hoffe, dass bald der Knoten platzt, sonst wird es sehr schwer für uns", sieht Maier der aktuellen Situation kritisch ins Auge. Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen den TSV Wolfschlugen (2:3) sollen in Wernau die verlorenen Punkte wieder zurückgeholt werden.

Der Tabellendritte SV Göppingen steht beim TKSV Geislingen vor einer schweren Aufgabe. Der TSV Wolfschlugen hat im Heimspiel gegen TSV Neckartailfingen die Chance, den Anschluss zu den vorderen Teams wieder herzustellen. Der FV Neuhausen könnte sich mit einem Heimsieg gegen den FV 09 Nürtingen aus dem Tabellenkeller vorerst verabschieden. Den letzten Sieg für den TSV Grafenberg gab es am 4. September gegen die SGEH (3:2). Ob diese Serie beim SV Esslingen beendet wird, darf bezweifelt werden.