Lokalsport

Poleposition wenig wert

Porsche-Pilot Wolf Henzler vom Motorsportclub Kirchheim hat beim ersten von elf Läufen zur Speed World Challenge in Sebring/Florida den vierten Platz belegt. Die Rennserie für Grand-Turismo-Fahrzeuge erstreckt sich quer über die USA und Kanada.

EBERHARD STRÄHLE

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KIRCHHEIM Henzler war mit einem Porsche 911 GT3 des Farnbacher- Teams aus Lichtenau als einziger deutscher Fahrer am Start. Bereits im Training warf der Nürtinger seine ganze Erfahrung auf dem Werksporsche in die Waagschale. Henzler dominierte vor allem im zweiten, entscheidenden Zeittraining und erkämpfte sich damit die Poleposition. "Der Sebring International Raceway liegt mir im Grunde genommen", meinte Henzler nach seinen Trainingsfahrten auf der 3,70 Meilen langen Rennstrecke, auf der er vor vier Wochen schon einmal unterwegs war.

Der Amerikaner Tommy Archer mit seiner Dodge Viper teilte die erste Startreihe mit Henzler, gefolgt von Andy Pilgrim und Max Papis, die beide einen Cadillac CTS-V an den Start brachten. Schon beim Start zum Rennen über 20 Runden unterlief dem 30- jährigen Nürtinger allerdings ein kleiner Fehler und Tommy Archer quetschte seine Dodge Viper bereits auf den ersten Metern des Rennens an Henzler vorbei. "Ich wollte im Training einige Starts simulieren, aber mein Teamchef riet mir wegen der neu eingebauten Kupplung davon ab", suchte Henzler anschließend nach Erklärungen für das Missgeschick.

Rundenlang stand die Reihenfolge fest: Archer vor Henzler, Pilgrim und Liddell. In der 16. von zwanzig Runden begann plötzlich in einer 180-Grad-Kehre der Motor von Henzlers Porsche zu stottern: Das schnelle Umschalten auf die Reservepumpe konnte nicht verhindern, dass der Nürtinger auf Rang vier zurückfiel. Am Ende blieb ihm nur der Trost, die schnellste Runde an diesem Tag absolviert zu haben. Henzlers nächster Renntermin ist am 1. April wiederum in Florida beim zweiten Lauf der Speed World Challenge, dem Honda Grand Prix of St. Petersburg.