Lokalsport

Portale: "Wir sind genauso stark"

Dran bleiben heißt das Motto beim TSV Jesingen. Nach sieben Siegen in Folge zählen die Schützlinge von Spielertrainer Mark Kaisner zu den Topteams der Fußball-Bezirksliga. Im Heimspiel gegen den Lokalrivalen SGEH soll die Siegesserie ausgebaut werden. Für den TSV Notzingen gilt es, im Kellerduell gegen den SV 1845 Esslingen weiter Boden gutzumachen.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Seit über zwei Monaten hat der TSV Jesingen in der Bezirksliga kein Spiel mehr verloren. Die letzte Niederlage gab es am 30. Oktober mit einem 0:1 in der letzten Spielminute beim aktuellen Tabellenführer TSV Boll. Für Marc Kaisner ein großer Erfolg seiner Elf: "Nach unserem schlechten Saisonstart ist es schon erstaunlich, dass wir jetzt über den zweiten Platz reden können." Kaisner rechnet gegen die Elf von der Berghalbinsel allerdings mit einer engen Partie. Weiterhin unklar ist, ob der Jesinger Trainer vergangene Woche im Training einen Kreuzbandriss erlitten hat (wir berichteten). Dies wird sich vermutlich erst im Januar endgültig klären lassen. Bei einer Kernspintomographie wurde bisher ein Schaden am Meniskus festgestellt. Auf Grund eines Blutergusses im Knie konnte bisher jedoch keine genaue Diagnose gestellt werden.

Pech im Abschluss ist mit ein Grund für die Negativserie des morgigen Gegners SGEH. "Meine Spieler arbeiten gut mit. In den letzten Spielen fehlte uns einfach das nötige Glück", meint Spielertrainer Antonio Portale, der beim Blick auf die Tabelle ins Grübeln gerät: "Ich denke, wir sind genauso stark wie der TSV Jesingen, stehen aber trotzdem nur auf dem zehnten Platz." Portale weiß um die Gefahr der momentanen Situation: "Wir müssen verdammt aufpassen, nicht noch weiter in den Tabellenkeller abzurutschen."

Im Aufwind befindet sich hingegen der TSV Notzingen. Mit zwölf Punkten aus den letzten fünf Spielen beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz mittlerweile drei Punkte. "Wir haben noch einen schweren Weg vor uns", sieht TSVN-Trainer Ronald Witt der Zukunft realistisch entgegen. Der Notzinger Coach will die Erfolgsserie nicht überbewerten, schließlich ging es bisher vorwiegend gegen schwächere Mannschaften. Mit einem "Dreier" zum Jahresabschluss gegen den Tabellenvorletzten SV 1845 Esslingen könnte sich die Eichert-Elf ein Winterpolster verschaffen. Mit vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ist für die Esslinger noch lange nichts verloren. Dass sie Moral besitzt, bewies die Mannschaft vergangene Saison, als sie sich in der Rückrunde vor dem Abstieg rettete.

Wer soll den Spitzenreiter TSV Boll noch stoppen? Diese Frage stellen sich derzeit viele. Mit zwölf Punkten Vorsprung hat die Elf von Trainer Manfred Weisl die besten Karten für den Aufstieg in die Landesliga. Für die meisten Trainer der Verfolgerteams ist der TSV Boll so gut wie durch. So auch für Trainer Klaus Müller vom FV 09 Nürtingen: "Ich erwarte nicht, dass Boll noch einbrechen wird." Marc Kaisner zeigt sich lediglich vom großen Punkteabstand überrascht: "Der TSV Boll steht zu Recht ganz oben, aber soviel besser wie die Tabelle ausdrückt, sind sie dann auch wieder nicht."

Seine Hoffnungen noch nicht begraben hat Trainer Achim Feyl vom Tabellenzweiten SC Geislingen: "Im Fußball ist vieles möglich." Ein Grund für die beiden Heimniederlagen in Folge ist die Verletzungsmisere beim SC: "Sieben Stammspieler kann keine Mannschaft ersetzen", meint Feyl.