Lokalsport

Positive Signale vor der WM

Manuel Fumic wird beim Weltcupfinale in USA trotz Sattelbruchs 13.

Drei Runden lang bestimmte Manuel Fumic beim Weltcupfinale in Windham das Geschehen an der Spitze. Drei Runden von sechs, die dem 28-jährigen Kirchheimer kurz vor der WM Mut machten nach Wochen voller Enttäuschungen. Trotz eines gebrochenen Sattels belegte der Gesamt-Achte im Weltcup am Ende Platz 13.

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Edgar Veloci

Windham. „Ich konnte vorne mitfahren, das hat mich gefreut“, sagte Manuel Fumic im Ziel. Die Hälfte des Rennens immerhin, deshalb war es nicht die berühmte „Startboulette“, nach der ein Fahrer wieder in der Masse des Feldes verschwindet. Fumic bot Weltmeister Nino Schurter, dessen Landsmann Florian Vogel und dem Südafrikaner Burry Stander lange Paroli. Dieses Quartett bildete die Spitzengruppe, nachdem Olympiasieger Julien Absalon bereits in der ersten Runde einen Defekt erlitten und damit die Chance auf den Gesamtsieg eingebüßt hatte. Schurter machte Druck, um dem Konkurrenten nicht die Chance zu geben, wieder aufzuschließen. Doch auch Manuel Fumic war eine halbe Runde lang in Führungsposition.

Er zeigte sich auf dem konditionell anspruchsvollen Kurs besonders in den Anstiegen voll auf der Höhe. Während er in flachen Passagen immer wieder ein paar Sekunden kassierte, konnte er bergauf die Lücke jeweils wieder schließen. In der vierten Runde schloss der Tscheche Jaroslav Kulhavy von hinten auf, und Manuel Fumic begann, um den Anschluss zu kämpfen. Dann machten auch Christoph Sauser und Lukas Flückiger (beide Schweiz) die Lücke zur Spitzengruppe zu. Als es in die fünfte Runde ging, war der Cannondale-Biker zwar nur noch Siebter, doch er lag nur fünf Sekunden hinter dem Führenden.

Kurze Zeit später waren die Ambitionen auf einen Top-Fünf-Podiumsplatz dann doch dahin. Fumics Sattel brach auseinander, und es dauert eine ganze Weile, ehe er ganz weg-flog. Etwa vier Kilometer weit war Fumic notgedrungen stehend unterwegs. Er verlor den Kontakt, fiel auf Rang acht zurück, und als er dann endlich in der technischen Zone einen neuen Sattel bekam, da war er zu Beginn der letzten Runde auf Rang 13 gelandet. „Das ist natürlich schade, aber für den Kopf war das Rennen sehr gut. Ich habe gesehen, dass meine Form wieder passt und ich das Tempo mitgehen konnte“, meinte Fumic, der nicht besonders enttäuscht wirkte, als er nach 32,7 Kilometern mit einem Rückstand von 3,15 Minuten auf Kulhavy (1.39,18 Stunden) das Ziel erreichte. Die Bestätigung, dass er in der Trainingssteuerung nach Wochen des Zweifelns und Rätselns doch noch die Kurve bekommen hatte, war an diesem Tag offenbar wichtiger.

Seinen siebten Platz in der Gesamtwertung verlor er an Christoph Sauser, der das Finale in den Catskill Mountains als Vierter beendete. Dennoch ist Rang acht die beste Jahresausbeute in der Karriere von Manuel Fumic und die Konkurrenz wird am kommenden Samstag in Mont Sainte Anne mit ihm rechnen müssen.

Kulhavy brachte sich mit seinem ersten Weltcupsieg für die WM als Titelkandidat ins Gespräch. Er attackierte in der letzten Runde aus einer vierköpfigen Gruppe. Schurter konnte den ersten Angriff noch abwehren, doch der Europameister setzte noch mal einen drauf und ließ mit Schurter, Florian Vogel, Christoph Sauser und Lukas Flückiger gleich vier Schweizer hinter sich.