Lokalsport

Premiere im Nationaldress

Premiere für Annette Frik. Die Kirchheimer Inline-Fahrerin darf bei der EM erstmals für die deutsche Nationalmannschaft auf die Rollen.

JÜTERBORG Annette Frik erstmals im Outfit der deutschen InlinerNationalmannschaft: Bei den Europameisterschaften in Jüterborg startet sie am Sonntag im Speedskating-Marathon über 42 Kilometer. Die Kirchheimerin hatte sich durch ausgezeichnete Resultate in diesem Jahr für den Auftritt im Adler-Team qualifiziert. Beim Speedskating wird ähnlich wie im Radsport zwischen Bahn- und Straßenwettkämpfen unterschieden.

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Annette Frik wird im Aufgebot des Straßenkaders für die längste Stecke bei dieser EM, den Marathon, um Edelmetall kämpfen. Die Nominierungskriterien des deutschen Inlineverbandes waren im Vorfeld nicht eindeutig definiert worden, doch nach dem dritten Platz bei den deutschen Marathon-Meisterschaften und Platz zwei in der aktuellen deutschen Rangliste kam der Bundestrainer nicht mehr an der Kirchheimerin vorbei. Da die Europameisterschaften zum ersten Mal seit 16 Jahren wieder in Deutschland stattfinden, hat sich der deutsche Verband viel vorgenommen.

Bereits seit vergangenem Montag werden die Bahnwettbewerbe ausgetragen. Die schnellsten Sprinter des Kontinents kämpfen auf einer eigens gebauten 200 Meter langen Bahn um Medaillen. Der morgige EM-Marathon wird auf einem sieben Kilometer langen Rundkurs in der Innenstadt von Ludwigsfelde stattfinden, dieser ist von den Fahrerinnen sechs Mal zu absolvieren. Die Strecke ist weitgehend flach und kommt den Sprintern deswegen sehr entgegen. Heute Vormittag wird im Kreise der Nationalmannschaft gemeinsam trainiert und die Taktik für den Marathon besprochen. Job der Kirchheimerin im Rennen ist es, eigene Ambitionen zurückzustellen und sich ganz in den Dienst von Kapitän Michaela Neuling zu stellen. Neuling fährt wie Frik für ein internationales Weltcupteam und ist in dieser Saison schon mehrfach auf dem Siegerpodest gestanden.

Wie bei großen Radrennen wird der Mannschaftskapitän das ganze Rennen über von seinen Helfern unterstützt, um bis zum Zielsprint möglichst viel Kraft zu sparen. Die größte Konkurrenz bei den Frauenteams kommt aus Italien, Frankreich und der Schweiz. Diese Nationen haben auch bei den Wettbewerben der World Games in Duisburg vor zwei Wochen fleißig Medaillen gesammelt.

Vor dem Abflug gab es vom lokalen Sponsor, dem Fahrradgeschäft Bike Art in Ötlingen, noch eine Überraschung für Annette Frik: Die beiden Besitzer Werner Roth und Dominik Mikolaj stellten ihr fürs Training ein Mountainbike zur Verfügung.

jd