Lokalsport

Public Viewing beimHahnweid-Wettbewerb?

Siegmund "Sieger" Maier kennt die Kirchheimer Segelflug-Szene wie kein Zweiter: Bei Hahnweid-Wettbewerben stand er als Hauptverantwortlicher der Fliegergruppe Wolf Hirth in vielen Jahren an vorderster Front.

THOMAS PFEIFFER

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KIRCHHEIM Auch während des derzeit laufenden Segelflug-Grand Prix mischt Sieger Maier wieder als Club-Offizieller mit zwar humpelnd und an Krücken (wegen eines Schienbeinbruches), aber mit ungebremstem Tatendrang. So betreute der 68-Jährige auch ein SWR-Fernsehteam. Im nachfolgenden Interview äußert sich Maier, in der Vergangenheit engagiert Verfechter eines "kommerzielleren" Segelflug-sports, über die Veranstaltungs-Präsentation a la Grand Prix.

Zuletzt gab es endlich wieder mal zahlreiche Zuschauer beim Segelfliegen. Wie groß ist Ihre Freude?

Über die Besucherresonanz beim Grand Prix freue ich mich sehr. Doch man muss relativieren: Mit den Zuschauerzahlen bei früheren Hahn-weid-Wettbewerben waren wir bei der Fliegergruppe Wolf Hirth auch zufrieden. Der Unterschied ist, dass wir beim laufenden Segelflug-Grand-Prix im Gegensatz zur Vergangenheit durchgängig Publikum haben, weil das Rennen durch die neue Technik ja ständig mitverfolgt werden kann.

Die Übertragung eines Segelflug-rennens per Videoleinwand ist ein Break in der Kirchheimer Segelfluggeschichte.

So wie dieser Grand Prix der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist das ein absoluter Quantensprung. Wir haben Sponsoren für diese Veranstaltung gewonnen, und das Fernsehen kam auch. Die ganze Entwicklung ist sehr positiv.

In den Neunzigerjahren waren Sie der Erste, der bei Hahnweid-Wettbewerben Visionen im Hinblick auf eine professionellere Vermarktung des Segelflugsports formulierte. Mit Blick auf das neuartige Ambiente bei diesem Grand Prix: Hat sich für Sie ein Lebenstraum erfüllt?

Die Entwicklung begeistert mich. Ohne die Erfahrung, die aus 40 vorangegangenen Hahnweid-Wettbewerben gezogen wurde, könnten wir den Grand Prix in dieser Form heute sicherlich nicht präsentieren. Dass dies gelang, ist eine Befriedigung für mich.

Wird, nach den guten Erfahrungen beim Grand Prix bisher, das Public viewing vor einer Videoleinwand bei künftigen Hahn-weid-Wettbewerben ein fester Programmpunkt sein?

Das ist offen und hängt von den Sponsoren ab. Es ist preislich ein Unterschied, ob ich 20 oder 100 Segelflugzeuge mit den für die Datenübermittlung notwendigen Minisendern bestücken muss. Vielleicht machen wir es beim Hahnweid-Wettbewerb 2007 so, dass wir eine einzige Wettbewerbsklasse mit den Sendern ausstatten.

Siegmund Maier kennt in Segelflugkreisen praktisch keiner "Sieger" Maier kennt seit eh und je jeder. Woher rührt eigentlich dieser ungewöhnliche Spitzname?

Gute Frage, ich weiß es selber nicht. Irgendwann, vor vielleicht 40 Jahren, hat mich irgendjemand mal auf der Hahnweide so gerufen. Danach hat sich das unter den Bekannten durchgesetzt und ist bis heute so geblieben.