Lokalsport

Rasen ist bestellt: "Comeback" naht

Der Rasen ist bestellt, die Piloten sind in Wartestellung: In knapp vier Wochen feiert der internationale Hahnweid-Segelflugwettbewerb sein "Comeback". Nach einjähriger Unterbrechung wegen aufwendiger Drainage-Arbeiten am Landeplatz erwartet Veranstalter Fliegergruppe Wolf Hirth zur 39. Auflage rund 130 Luftsportler nicht nur aus europäischen Ländern.

THOMAS PFEIFFER

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KIRCHHEIM Geschätzte 100 000 Euro ließ sich der Hahnweid-"Platzhalter" Baden-Württembergischer Luftfahrt-Verband (BWLV) die Erneuerung des alten Drainagesystems im Spätjahr 2003 kosten. Eine Maßnahme, die nicht nur laut Einschätzung des Wolf-Hirth-Vorsitzenden Johann Puskeiler ("an manchen Stellen bildeten sich manchmal sogar kleine Seen, so schlecht lief das Wasser ab") dringend vonnöten war. Jetzt, nach einer Totalsanierung mit anschlie-ßender Platzsperre, ist das Hahn-weid-Terrain wieder durchlässig und segelfluggerecht. "Die neue Drainage hat sich schon bewährt", erkannte Siegmund "Sieger" Maier, der langjährige Hahnweid-Wettbewerbsleiter, bei einem Ortstermin neulich. "In den Vorjahren wäre der Platz wohl voller Matsch gewesen, diesmal war er's nicht."

Gute Vorzeichen für den 39. Hahnweid-Wettbewerb vom 29. April bis zum 8. Mai: Die "rund 130 Piloten", die Johann Puskeiler erwartet, starten sozusagen auf runderneuertem Terrain. Frischen Anstrich weisen auch die Starterfelder der fünf Wettbewerbsklassen auf: Internationaler waren die Pilotennamen bei der Traditonsveranstaltung mit dem "Geburtsjahr" 1966 selten. Neben Deutschen, Österreichern, Schweizern, Franzosen, Italienern, Engländern, Niederländern und Schweden wies die Veranstalter-Homepage (www.wolf-hirth.de) gestern auch einen Mann aus Japan als angesagten Mitflieger in der Himmelfahrtswoche aus. Makoto Ischikawa kämpft in der 18-Meter-Rennklasse mit einer Ventus 2cxT um Wettbewerbsmeriten.

Erfahrungsgemäß können sich die Starterfelder bis zu den ersten Luftrennen noch ändern, eine Veranstalter-Vorgabe aber bleibt bis dahin: Mehr als einhundert Flugzeuge lässt der Veranstalter aus organisatorischen und Sicherheitsgründen erneut nicht zu. Besondere Spannung darf in der Offenen Klasse erwartet werden, wo das namhafte Wolf-Hirth-Duo Tilo Holighaus/Holger Karow (Nimbus 4) auf Uli Schwenk aus Münsingen (ETA) trifft das Duell zwischen einem zweifachen Weltmeister (Karow) und einem Vizeweltmeister (Schwenk). Puskeiler zur Hahn-weid-Besetzung 2005: "Hochkarätig."

Auch weil Mario Kießling ins Cockpit steigt: Der Wolf-Hirth-Mann war schon Junioren-Europameister.

"Stolz auf Veranstaltung"Vier Wochen noch bis zum Eröffnungsbriefing: Der Countdown fürs "Comeback" des weltgrößten Segelflug-Privatwettbewerbs läuft. "Ja, wir sind stolz auf diese Veranstaltung", sagt Puskeiler und drückt ebenso wie Sieger Maier die Daumen, dass der Wettergott wohlgesonnen ist, wenn die Hahnweid-Piloten ab dem 29. April erst kurbeln und dann in langen Luftrennen richtig Gas geben wollen.