Lokalsport

Raus aus dem Tal der Tränen

Zum Auftakt 2009 in der Fußball-Bezirksliga wechselt Schlusslicht TSV Notzingen seine Angreifer aus

Nach einer aus Kicker-Sicht nahezu nicht enden wollenden Winterpause startet die Fußball-Bezirksliga am Sonntag in die Rückrunde – ob mit allen acht Begegnungen, ist offen. Während die SGEH zur Wahrung ihrer Aufstiegschancen in Grötzingen zumindest einen Punkt anpeilt, will auch der TSV Jesingen weiter vorne mitmischen: Die zweite Halbserie soll mit einem Dreier in Neuhausen eingeläutet werden. Neue Hoffnung hat Schlusslicht TSV Notzingen, das im Gastspiel in Ebersbach auf das frisch verpflichtete Sturmduo Andrijevic/Uysal hofft.

Anzeige

MORITZ HÖNIG

Kirchheim. Nunmehr zwölf Wochen sind inzwischen ins Land gezogen, seit die Fußball-Bezirksligisten ihren letzten Spieltag absolviert haben. Die zahlreichen witterungsbedingten Spielabsagen, bedingt durch eine extrem lange Winterpause, ärgert nicht nur Staffelleiter Arnold Ardelmann, der bei der Terminierung der vielen Nachholspieltage allmählich ins Schwitzen gerät. Auch die Spieler haben die pflichtspielfreie Zeit richtig satt. „Meine Mannschaft will endlich wieder loslegen“ – diesen Trainersatz hört man in diesen Tagen allzu oft.

Äußerst ungelegen kam die lange Pause vor allem für den TSV Jesingen: Drei Siege in Folge und ein Torverhältnis von 16:5 standen zum Ende der Hinrunde zu Buche. Eine Serie, die Coach Viktor Oster am Sonntag beim Gastspiel in Neuhausen nur zu gerne ausbauen würde: „Es wäre sehr wichtig für uns, einen guten Start in die Rückrunde zu erwischen.“

Mit dem FV Neuhausen wartet allerdings eine spielstarke Mannschaft und ein ebenbürtiger Gegner auf die Jesinger. Entsprechend taxiert Oster die Chancen auf 50:50: „Keiner weiß wirklich, wo er nach der langen Pause leistungsmäßig steht.“ Einen Vorteil bringt die lange Spielpause allerdings auch: Oster konnte in den letzten Wochen einige wieder genesene Rückkehrer im Kader begrüßen.

Gespannt wartet man auch im Eichert auf die erste Standortbestimmung. Mit lediglich neun Punkten steht der TSV Notzingen auf dem letzten Tabellenplatz, die Nichtabstiegsplätze sind bereits entrückt. Umso wichtiger also, dass das Team von Trainer Erwin Glaunsinger beim SV Ebersbach für ein erstes Erfolgserlebnis sorgt, um beizeiten die Aufholjagd einzuläuten. „Über den Kampf ins Spiel finden“ – so die von Glaunsinger proklamierte Marschroute.

Die Hoffnungen der Notzinger ruhen besonders auf den Schultern von Rückkehrer Gabriel Andrijevic (SV Göppingen) und Talip Uysal (TSGV Großbettlingen). Die beiden in der Winterpause verpflichteten Stürmer sollen für die nötige Durchschlagskraft in der Offensive sorgen. Glaunsinger: „Beide sind hervorragende Stürmer, die uns weiterhelfen werden.“ Gegen Ebersbach dürfen Andrijevic und Uysal deshalb wohl von Beginn an ran.

Keine Zugänge vemeldete die SGEH. „Unser Kader ist auch ohne Verstärkungen stark genug, um im Aufstiegsrennen mithalten zu können“, sagt Trainer Antonio Portale selbstbewusst. Um weiterhin den Anschluss an die Tabellenspitze wahren zu können, bedarf es mindestens eines Punktes beim Auswärtsspiel in Grötzingen – kein leichtes Unterfangen. Portale: „Grötzingen verfügt über eine eingespielte Mannschaft mit schnellen Spielern und ist auf eigenem Platz ein unangenehmer Gegner.“ Tatsächlich konnte mit Ausnahme von Tabellenprimus TSV RSK Esslingen noch kein Team in Grötzingen einen Sieg einfahren.

Jene Esslinger müssen am Sonntag zum Heimspiel gegen den TSV Grafenberg antreten. Vermeintlich eine leichte Aufgabe, doch man ist gewarnt: Am zweiten Spieltag trennten sich die Teams 1:1 – eines von nur drei Unentschieden für die bislang noch ungeschlagenen Esslinger. Während Verfolger SC Geislingen beim VfB Oberesslingen/Zell bestehen muss, dürfte der Tabellendritte, TSV Deizisau, beim Abstiegskandidaten TSV Raidwangen wohl leichteres Spiel haben.

Des Weiteren gastiert der VfB Neuffen beim TSV Neckartailfingen am Sonntag, und der TSuGV Großbettlingen empfängt den punktgleichen FV 09 Nürtingen.