Lokalsport

Rauschende Abschlussfete

KIRCHHEIM Das war sie also, die Basketball-Saison 2004/2005. Sie endete in einem rauschenden Fest mit bester Stimmung.

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Das Saison-Abschlussspiel hat ja Tradition bei den VfL-Basketballern. Zum siebten Mal nun schon seit 1999, damals noch in der Walter-Jacob-Halle, zelebrieren die Korbjäger das Finale mit besonderen Entertainment-Leckerbissen. Zum Beispiel mit dem 500-Euro-Schuss, bei dem die Abteilung für Spannung nicht nur bei Kassier Björn-Oliver Wirth, sondern auch bei den Zuschauern sorgt. Es geht um viel Geld, das eigentlich nicht zur Verfügung steht, das Risiko ist aber auch relativ gering. Daniel Koser (13) hieß der Kandidat dieses Mal, und groß waren die Sorgen hier und die Hoffnung dort nicht gerade. Von Hallensprecher Karl-Wilhelm Lenger, der den Abend als vollendeter Conferencier voll im Griff hatte, sogar mit einem Probewurf versorgt, lieferte er zwei identische Unterhand-Schleudern ab: beide tief rechts und ohne Chance auf Erfolg.

Unmittelbar davor hatten die "White Bengals" aus Waiblingen ihr Cheerleader-Programm den 650 Zuschauern gezeigt. Richtig gefeiert wurde nach der letzten Sirene. DJ Charles (alias Abteilungsleiter Karl Bantlin) legte fetzige Rhythmen auf, zwischendurch ließen es sich die musikalisch begabtesten Knights, Nenad Lukic und Kai-Uwe Kranz, nicht nehmen, das eine oder andere Stück zum Besten zu geben. Vor allem Kranz gilt ja in einschlägigen westfälischen Kreisen als verhinderter Profi-Rapper.

Wer am Samstagabend im Foyer noch chillte, weiß jetzt, wovon die Rede ist. Kai-Uwes Knight-Rap war jedenfalls der große Hingucker. Mit seinen 40 Punkten gegen Crailsheim klettert Kranz übrigens zum ersten Mal über die Marke von 20 Punkten pro Spiel, er beendete die Saison mit 418 Zählern (20,9 pro Spiel) auf Platz sieben der Liga. Noch besser war Ross Jorgusen (436, 21,8) auf Platz sechs, Topscorer der Regionalliga wurde wie erwartet der Schwenninger Sean Hampton mit 522 Punkten (29 pro Spiel). Jorgusen und Kranz waren übrigens zusammen mit Nenad Lukic (8,4) und Jorgo Tsuknidis (3,7) die einzigen Knights, die alle 20 Spiel bestritten.

Mit seinen unglaublichen zehn Dreiern am Samstag verteidigte Kranz natürlich den Platz ganz oben bei den Scharfschützen: 89 mal traf er aus dem Drei-Punkte-Land, das sind phänomenale 4,4 pro Spiel und deutlich mehr als die nachfolgenden Hampton (3,1) und Al Elliott (3,0). Jorgusen landete da auf Platz 13 (1,6), Lukic auf Platz 23 (1,0). Auch bei den Freiwerfern sind diese drei vorne dabei: Kranz wurde Siebter (43:50, 84 Prozent), Lukic 19. (20:26, 77 Prozent) und Jorgusen mit den meisten Freiwürfen der ganzen Liga 21. (114:149, 76,5 Prozent).

mad