Lokalsport

Ravensburger schäumen

KIRCHHEIM Wieder einmal Ärger um ein Kunstrasen-Fußballspiel in Kirchheim: Nicht nur die 0:2-Niederlage trieb die Ravensburger Spieler zur Weißglut, sondern auch die

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KLAUS-DIETER LEIB

rutschigen Platzverhältnisse. Der Frust in Reihen der Gästemannschaft saß tief. Ein Spieler nahm kein Blatt vor den Mund: "Wer solch einen Platz zu verantworten hat, den sollte man . . . " Das Zitat war nicht salonfähig. Der Grund für die Verbalattacke des Oberschwaben: zwei offene Knie. Bereits in den letzten beiden VfL-Heimspielen hatten die Gästetrainer über die Austragung auf Kunstrasen hefitigen Unmut geäußert. Während Balingens

Carsten Maier

den Platz kurzerhand zur "Betonpiste" erklärt hatte, sah Illertissens

Heinz Bachthaler

die Wurzel allen Übels in der grundsätzlichen Entscheidung. Es sei "eine Schande, ein Verbandsligaspiel auf solch einem Platz auszutragen", sagte er.

Vorgestern wollte der Ravensburger Trainer Michael Wohlfahrt die schlechten Platzverhältnisse allein nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Beide Teams hatten die gleichen Bedingungen", sagte er. Nichtsdestotrotz vermutete der FVR-Übungsleiter eine taktische Maßnahme hinter der Entscheidung, nicht im Stadion zu spielen auf Grund des geglückten VfL-Spiels in Ditzingen (2:1) eben auf Kunstrasen. Kirchheims Trainer Michael Rentschler konterte: "Wir hätten gerne auf Rasen gespielt."

Obwohl seine Schützlinge spielerisch nicht zu überzeugen wussten, lobte Rentschler sein Team: "Meine Spieler haben kämpferisch voll überzeugt." Eine Leistungssteigerung sei dennoch vonnöten.

Erfolgreich war einmal mehr VfL-Angreifer Cem Korkmaz, der mittlerweile stolze 15 Saisontore auf seinem Konto hat. "Ich freue mich, dass ich wieder von Beginn an mitspielen konnte", sagte der Ex-Reichenbacher und befand seinen Kopfballtreffer zum 1:0 keinesfalls überraschend: "Solche Situationen haben wir im Training des Öfteren eingeübt." Ein anderer VfL-Spieler hatte schlechte Laune: Coskun Isci konnte seine Nichtnominierung als VfL-Anfangsaufläufer nicht nachvollziehen. "Ich bin schlicht und einfach enttäuscht", sagte Isci.

Noch nicht zum Spielerkader zählt momentan Stürmer Feriz Meha. "Der Feriz hat die Vorbereitung nicht richtig mitgemacht und ist von unserem Trainer zu Recht aus dem Kader gestrichen worden", löste der sportliche Leiter des VfL, Norbert Krumm, das Verwirrspiel auf. Mittlerweile trainiert Meha aber wieder regelmäßig mit. Auch Guido Fuchs fiebert seinem Einsatz entgegen: "Ich hoffe, dass ich im nächsten Heimspiel auf der Bank Platz nehmen kann." Der ehemalige Schönaicher laboriert an einer Verhärtung im Oberschenkel und fehlt den Teckstädtern seit dem 19. November.

Am nächsten Spieltag ist der VfL Kirchheim spielfrei, am Freitag, 10. März, ist er zu Gast beim SV Fellbach. Übermorgen bestreitet der VfL ein Testspiel gegen den Kreisliga-A-Vertreter AC Catania Kirchheim. Anpfiff ist um 19 Uhr auf Kunstrasen?