Lokalsport

Regen zwingt zum Kurzprogramm

Kein glücklicher Auftakt beim Segelflug-Grand-Prix auf der Kirchheimer Hahnweide: Die von der sportlichen Leitung gesetzte 160-Kilometer-Tagesaufgabe blieb trotz gut gemeinter Startversuche unerfüllt. Noch gibt es für die 20 teilnehmenden Piloten keine Wertung.

INGA LOKE

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KIRCHHEIM Nach Wochen der Vorbereitungen war's nun endlich so weit: Auf der Hahnweide gab's den ersten Wettbewerbstag beim deutschen Gliding-Grand Prix. Allerdings hielt er nicht ganz, was er versprochen hatte wetterbedingt. Die Piloten gingen zwar in die Luft, aber nur relativ kurz.

Am Samstag fand das offizielle Training statt, an dem alle Wettbewerbsteilnehmer sich auf die auch ihnen zum Teil unbekannten Regularien einstellen konnten. Die Zuschauer bekamen einen Regattastart von Segelflugzeugen sowie spannende Zielüberflüge über die Hahnweide-Hauptbahn zu sehen. Gestern Morgen stand für die Piloten als erster Pogrammpunkt das Briefing an. Dort erfuhren die Pilotinnen und Piloten die wichtigsten Informationen über das Wetter. Meteorologe Mark Puskeiler hatte Steigwerte von bis zu 2 Meter pro Sekunde vorausgesagt, eine Mitteilung, die die Herzen der Segelflieger höher schlagen ließ. Jedoch meldete er auch leichte Bedenken hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Regenschauer an.

Anschließend wurden die Tagesaufgaben verkündet. Die Aufgabe wurde wetterbedingt später noch verkürzt, sodass eine Strecke von 160 km mit den Wenden Bad Urach, Plettenberg, Hahnweide, Boßler und dem kleinen Örtchen Auchtert geflogen werden sollte. Um halb zwei war es dann so weit, die 20 Segelflugzeuge mit ihren Piloten wurden mit Hilfe von Schleppflugzeugen in den Himmel gebracht. Am Teckhang gelang es ihnen Höhe zu bekommen, jedoch nur so lange bis der erste Schauer die Hahnweide erreichte und sich der Großteil der Piloten entschloss, eine Sicherheitslandung auf der Hahnweide zu machen. Am Ende des Schauers zeigte der Himmel wieder sein strahlendes Gesicht und die Pilotinnen und Piloten wurden von neuem in den Himmel geschickt.

Um zehn vor vier schritt Tilo Holighaus, Sportlicher Leiter des Wettbewerbs, zum Countdown. Dann sahen die Zuschauer alle 20 Teilnehmer direkt über der Hahnweide abfliegen. So etwas war bislang auf der Hahnweide noch nicht zu sehen gewesen: Wie ein Vogelschwarm flogen die 20 Flugzeuge auf die Teck zu, um dort einen der an diesem Tag seltenen Aufwinde zu finden. Auf einer großen Leinwand konnten die Zuschauer auf dem Boden erstmals jede Flugbewegung verfolgen. Sie sahen, wie die Piloten sich lange Zeit noch in der Nähe der Hahnweide aufhielten, denn schon stand der nächste Schauer bereit und verstellte den Piloten den Weg nach Bad Urach.

Dann wurden auch schon die ersten Außenlandemeldungen durchgegeben. Anhänger rollten vom Platz, um das Flugzeug mit dem Piloten wieder einzusammeln. Einige der Teilnehmer flogen wieder zurück zur Hahnweide, um dort sicher zu landen. Allerdings kam am Ende aufgrund der schlechten Wetterbedingungen keine Wertung zustande.

Aber die Erwartungen für die nächsten Tage sind groß; die Motivation der Teilnehmer ist ungebrochen.