Lokalsport

Regenwarnung unterschätzt

Beim 400-km-Rennen von Homestead/USA dem dritten Lauf zur Grand American Rolex-Serie erzielte Porsche-Rennfahrer Wolf Henzler zusammen mit seinem Copiloten Eric Lux (Buffalo) im Porsche 911 GT3 Cup des Tafel-Racing-Teams trotz einer heftigen Bremsplatte am rechten Vorderreifen den vierten Rang bei den GT2-Fahrzeugen.

EBERHARD STRÄHLE

Anzeige

HOMESTEAD Eine vordere Platzierung hatte Wolf Henzler in jedem Fall erhofft in diesem Rennen, das über zweieinhalb Stunden führte. Das Starterfeld auf dem 2,3 Meilen langen Miami-Speedway rekrutierte sich aus 45 Fahrzeugen: etwa 20 Daytona-Prototypen und 25 Porsche-GT-Fahrzeuge.

Die Poleposition hatte diesmal Dominik Farnbacher im 911 GT3 Cup vor dem Amerikaner Nick Ham in einem Mazda RX-8. Dann kam Henzler-Kollege Eric Lux, der einen sehr guten Start hinlegte und binnen weniger Runden seine beiden vor ihm rasenden Konkurrenten passierte. An erster Stelle liegend, bemerkte er nun, dass sich der Luftdruck am linken Hinterrad stetig erhöhte und sich der Tafel-Porsche nicht mehr exakt fahren ließ. Das Team entschloss sich, bei einer sich abzeichnenden Gelbphase bzw. Safetycarphase, einen Räder- und Fahrerwechsel vorzunehmen. Henzler übernahm nach etwa 40 Minuten den Boliden.

"Bei der Hälfte des Rennens kamen Wolken auf und signalisierten Regen", sagte Henzler später, "dennoch fuhren wir einen Tick zu spät zum Räderwechsel in die Box." Dadurch fiel er auf dem elften Rang des GT-Klassements und versuchte nun, das schier Unmögliche noch möglich zu machen. Das gelang: Die fast filmreife Aufholjagd brachte wieder Rang drei. Doch dabei strapazierte er die Reifen zu stark. "Trotz der schnellsten GT-Rennrunde konnte ich Dirk Werner nicht mehr halten. Wir attackierten uns ständig und hatten mehrere Male Kontakt mit unseren Karosserien." Der Kampf um Platz drei ging somit verloren Henzler war enttäuscht.

Nach dem Rennen in Homestead schließen sich für Henzler nun zwei Reifentesttage an. Sein nächster Start ist am 30./31. März ebenfalls in Florida. Dort findet das zweite Rennen zur American Le Mans-Serie (ALMS) statt. Copilot im Porsche 911 GT3 RSR bei dieser 2,45 Stunden dauernden Hatz ist dann wieder der Schotte Robin Liddell.

400-km-Rennen von Homestead/Florida, GT 2-Klassement: 1. Trembley/Ham, Mazda RX 8, 90 Runden, 2. Lally/ Valentine, Porsche 911 GT3 Cup, 90 Runden, 3. Miller/ Werner, Porsche 911 GT3 Cup, 90 Runden, 4. Henzler/ Lux, Porsche 911 GT3 Cup, 90 Runden, 5. Farnbacher/ Keen, Porsche 911 GT3 Cup, 90 Runden, 6. de Quasada/ Dumoulin, Porsche 911 GT3 Cup, 90 Runden.