Lokalsport

"Reifenpatzer" kostet Jana Schik den Treppchenplatz

Unterhaltung auf hohem Niveau wurde den Zuschauern bei den Landesmeisterschaften und Pokalwettkämpfen der Rhythmischen Sportgymnastik am Samstag in Ötlingen geboten. Schwerstarbeit für die 14 Kampfrichterinnen, die 192 Übungen zu bewerten hatten.

KIRCHHEIM Frühaufsteher wurden gleich belohnt: In den Leistungsklassen ging es am Vormittag zum Teil äußerst spannend zu beispielsweise beim Dreikampf zwischen Nina Boger (TSG Söflingen), Alexandra Kuhn (TSV Schmiden) und Angelika Sarkow (TSG Tübingen) in der SLK 10 bis 12. Die Söflingerin Boger hatte nach Übungen mit Seil, Reifen, Band und ohne Handgerät die Nase vorn, die Gymnastin aus dem Alb-Donau-Kreis behielt mit insgesamt 54,333 Punkten die Oberhand. In der Altersklasse JLK 12 bis 15 dominierte Alisa Bilali vom TSV Schmiden, verwies mit insgesamt 81,00 Punkten Camilla Pfeffer (TSG Tübingen) und Anette Negare (TSV Schmiden) nach Übungen mit Seil, Reifen, Ball und Band auf die Plätze zwei und drei.

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Nachmittags folgten in der Eduard-Mörike-Halle die Wettkampfklassen. Dabei standen drei Ötlingerinnen im Blickpunkt: Jacqueline Heber (SWK), Natalija Stancic (SWK) und Jana Schik (FWK). Es ging nicht nur um den württembergischen Titel, sondern auch um die Qualifikation für den Vergleichskampf mit Baden sowie die Regionalmeisterschaften. In der Schülerwettkampfklasse (SWK, 10 bis12) wurde Jacqueline Heber in der Gesamtwertung Siebte, Natalija Stancic Zehnte. Beide konnten sich jeweils mit zwei Handgeräten für den Vergleichskampf mit dem Badischen Verband (1. April, Tübingen ) qualifizieren. Siegerin in dieser Alterklasse wurde Nadja Butt (TSG Tübingen) vor Elisabeth Stoll (TSG Söflingen) und Marcella Mieslinger (TSV Großeinbach).

In der Jugendwettkampfklasse, ohne Teilnehmerinnen des Gastgebers, setzte sich Lieselotte Stöhr vor ihrer Vereinskameradin Marie Protschka (beide TSG Tübingen) und Maike Deuschle (TSV Schmiden) durch. In der Freien Wettkampfklasse (FWK ab15 Jahre) zeigten die Gymnastinnen sehr ausdrucksstarke und mit Schwierigkeiten gespickte Übungen. Die Zuschauer kamen noch einmal auf ihre Kosten. Lokalmatadorin Jana Schik hatte sich mit ihren Übungen mit Reifen, Keulen und Band viel vorgenommen. Ziel: Hinter den hoch favorisierten Gymnastinnen aus Tübingen aufs Treppchen zu kommen. Nach einer sehr gelungenen Keulenübung, entglitt ihr der Reifen. Kleiner Fehler große Wirkung: Sie verlor wertvolle Punkte, die Chance auf den Sprung auf das Treppchen war dahin. Jana Schik musste sich nach dem Patzer mit dem sechsten Platz begnügen. Siegerin in dieser Klasse wurde Ann-Sophie Fischer vor ihrer Vereinskameradin Laura Stecher (beide TSG Tübingen) und Anna Maria Holzer ( TV Bochingen).

Nach den Wettkämpfen gab es positive Reaktionen seitens des Publikums, der Sportler und der Funktionäre. Motto: Diese Veranstaltung war eine Werbung für die Rhythmische Sportgymnastik. Allgemein geschätzt wurde unter anderem das hohe Leistungsniveau der agierenden Sportlerinnen und auch für den organisatorischen Rahmen gab es Lob.

sst