Lokalsport

Rentschler fordert hohe Konzentration

Bereits am Freitagabend um 19.30 Uhr erwarten die VfL-Fußballer am vierten Spieltag den FC Donzdorf Kirchheims dritte Verbandsliga-Partie mit einem Aufsteiger als Gegner. Im Neckar/Fils-Derby gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen VfL-Coach Giuseppe Forzano.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Mit sieben Punkten aus drei Spielen ist der VfL Kirchheim gut in die neue Saison gestartet. Keine andere Mannschaft hat mehr Punkte auf dem Konto, nur das Torverhältnis verbaute dem VfL (Vierter) den Weg an die Tabellenspitze. Wäre da nicht das magere 0:0 im Heimspiel gegen den FV Ravensburg gewesen . . . Nun geht es erstmal darum, in Württembergs höchster Liga mit einem "Dreier" weiterhin vorne mitzuspielen.

Gegen den FC Donzdorf, der gegen den FV Illertissen beim 1:3 seine zweite Niederlage kassierte und auf Platz 13 zurückfiel, gilt der VfL als klarer Favorit und alles andere als ein Heimsieg wäre für die meisten Insider eine Überraschung. Dass die VfL-Spieler den Gegner auf die leichte Schulter nehmen könnten, davon geht Trainer Michael Rentschler allerdings nicht aus: "Wir werden sehr konzentriert zur Sache gehen", verspricht er. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden gegenüber der ersten Heimpartie zwei waschechte Angriffsspitzen auflaufen. Bis auf Mario Grimm stehen alle Spieler zur Verfügung. Der Kapitän ist nach einer Woche Aufenthalt im Göppinger Krankenhaus auf dem Wege der Besserung. "Bis auf meinen zu hohen Blutdruck ist soweit alles in Ordnung", sagt er und blickt selbstkritisch auf die jüngere Vergangenheit zurück: "Ich habe teilweise 10 bis 12 Stunden am Tag gearbeitet. Dann noch das Fußballtraining, das war einfach zuviel für meinen Körper."

In den nächsten zwei bis drei Wochen will Grimm wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, aber den alten Stress will er sich dann vorerst nicht machen: "Die Jungs spielen zurzeit recht gut. Deshalb mache ich mir auch noch keine Gedanken wegen meines Comebacks". meint er.

"Wir gehen zurzeit durch die Hölle": Donzdorfs Trainer Giuseppe Forzano im Hinblick auf das schwere Verbandsliga-Auftaktprogramm seiner Mannschaft. In den ersten vier Spielen hat(te) es der Aufsteiger nur mit Mannschaften zu tun, die nach oben schielen. "Wir können froh sein über den 1:0-Erfolg im ersten Spiel gegen die Spvgg Ludwigsburg. So haben wir wenigstens drei Punkte." Doch die Chance auf einen Punktgewinn in Kirchheim sieht "Pippo" Forzano als eher gering an: "Wir sind krasser Außenseiter. Eine Chance haben wir nur, wenn wir vom VfL Kirchheim unterschätzt werden."

Im Stadion an der Jesinger Allee muss der Donzdorfer Übungsleiter mit Christoph Wagenplast, Kai Hauser und Manuel Helmer gleich auf drei wichtige Leitungsträger im Abwehrbereich verzichten. Neben Forzano, dem früheren VfL-(Oberliga-)Spieler und -Trainer, haben die "Blauen" auch ein Wiedersehen mit Torjäger Gaetano Caruana, der selber schon zum Kader der Kirchheimer Verbandsligaelf zählte und über den Umweg TSV Notzingen nun beim FCD anheuerte. Auch Moritz Straub ist ein Altbekannter: Der einstige Kirchheimer A-Junioren-Star mit (in der Verbandsstaffel) eingebauter Torgarantie spielt nach seinem Ulmer SSV-Intermezzo mittlerweile ebenfalls beim FCD.

Einen Nachteil für die eigene Truppe sieht der Kirchheimer Trainer im Hinblick auf die derzeitigen Trainingsmöglichkeiten in der Teckstadt: "Wir konnten in der Vorbereitung nur ganze vier Mal auf einem guten Rasenplatz trainieren", klagt er. Und fügt kritisch dieses an: "Die Trainingsvoraussetzungen, die jede andere Verbandsliga-Mannschaft besitzt, haben wir nicht."

VfL Kirchheim: Gühring Fuchs, Mayer, Er, Siopidis A. Meha, Polat, Raspe, Isci F. Meha, Santos Araujo.