Lokalsport

Rentschler lobt und tadelt

Die Trikots der VfL-Kicker sind zwar schon wieder trocken, die Wunden aber noch nicht geleckt.

REIMUND ELBE

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Nach der donnerstäglichen Regenschlacht von Metzingen, die dem VfL zwar endlich wieder einen Torerfolg, aber keinen Punkt bescherte, befielen Kirchheims Spielertrainer Michael Rentschler gemischte Gefühle. "Leider haben wir erst in den letzten zwanzig Minuten so gespielt, wie ich mir das vorstelle, aggressiv und lauffreudig", kritisierte der 33-Jährige. "Vor der Pause haben wir zu viele Ballverluste im Spielaufbau gehabt, wir sind oft in völlig unnötige Dribblings gegangen."

In der Tat war es verwunderlich, wie der VfL in der Schlussphase angesichts des 1:2-Rückstandes nach eher pomadigem Beginn aufdrehte. Rentschler: "Das zeigt, dass wir körperlich in guter Verfassung sind, das Problem spielt sich eher in den Köpfen ab." Der VfL-Spielertrainer gibt sich kämpferisch: "Die Richtung mit dieser jungen Mannschaft stimmt, wir müssen weiter konsequent versuchen, die einzelnen Schwachstellen zu beseitigen."

Eine der psychologischen Bremsen ist nach dem Treffer von Fabio Morisco zum zwischenzeitlichen 1:1 gelöst: Der VfL hat die torlose, 346 Minuten andauernde Zeit beendet. Hätte der nicht immer souverän wirkende Unparteiische Peter Schreiner (Stuttgart) in der Schlussphase nicht ein sich anbahnendes Solo von Morisco wegen angeblichen Abseits unterbunden, hätte der VfL-Angreifer möglicherweise einen weiteren Treffer folgen lassen.

Bei den Metzingern herrschte natürlich weitgehende Zufriedenheit über den erneuten Heimerfolg über den VfL. Trainer Michael Traum: "Es war sicher kein hochklassiges Spiel, aber meine Spieler haben die Vorgabe, drei Punkte zu holen, erfüllt." Nur zehn Minuten durfte dazu Kirchheims Ex-Torjäger Fabio Cutruneo seinen Beitrag leisten. "Fabio ist auf einem guten Weg", lobte Traum zwar seinen Neuzugang, sieht Cutruneo aber vorerst noch nicht als Anfangsaufläufer. Der VfL wird die insgesamt neun Tage bis zum nächsten Heimspiel am 2. Oktober gegen den TSV Schönaich (wo seit Beginn der Runde der frühere VfL-Trainer Bernd Hoffmann auf dem Regiestuhl sitzt) ohne zwischengeschaltetes Testspiel überbrücken.

rei