Lokalsport

Rentschler will die"Kirche im Dorf lassen"

KIRCHHEIM (Spieler-)Trainer Michael Rentschler wehrt sich vehement gegen jegliche Kritik an seiner Mannschaft: "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Das Umfeld sollte die Lage realistischer sehen. Dies würde der Mannschaft mehr helfen." Seine Spielanalyse gegen Rottweil war nur positiv: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat über 90 Minuten alles gegeben."

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Seit 316 Minuten haben die Kirchheimer jetzt nicht mehr ins gegnerische Tor getroffen. Auch dieses Dilemma sieht der Kirchheimer Übungsleiter nicht so kritisch: "Die Frage nach Alternativen im Angriff stellt sich nicht. Ich will die Stürmer nicht nur an den Toren messen." Der 33-Jährige ist jedenfalls mit dem IstZustand zufrieden: "Als ich hier in Kirchheim angefangen habe, da war Weltuntergangsstimmung. Jetzt haben wir sieben Punkte und gute Spiele gemacht."

Peter Seifried, der bereits seit acht Jahren den FV Rottweil trainiert und sich in der Fußballszene auch als früherer aktiver Spieler (Pfullendorf, Villingen, Konstanz, Rottweil) bestens auskennt, sieht die Verbandsliga als eine "sehr gute Liga". Seifried weiter: "Südbaden kann da in keiner Weise konkurrieren." Als VfL-"Co" saß am Samstag wieder Norbert Krumm auf der Trainerbank. Der sportliche Leiter: "Ich übernehme da auch die Verantwortung. Ich spreche viel mit Michael, wir sind ein gutes Tandem." Am Samstag waren neun (!) Ersatzspieler auf dem VfL-Spielbericht aufgeführt. Diese Reservisten bei Laune zu halten, ist ein echtes Problem. Krumm: "Ich spreche viel mit den Spielern. Jeder bekommt mit Sicherheit seine Chance."

Die Nachwuchskicker an der Jesinger Allee müssen derzeit einen Lernprozess durchmachen. Krumm: "Das ist eine Charaktersache. Es liegt an jedem Spieler selbst. Die Jungs, die da mitziehen, können uns weiterhelfen."

Bereits am kommenden Donnerstag kommt es zum Verbandsliga-Derby bei TuS Metzingen (Anpfiff 19 Uhr). Der Gastgeber der Kirchheimer kassierte am Samstag bei der Spvgg Au eine herbe 0:6-Schlappe.