Lokalsport

Rentschlers Rechnung: Noch zwei Siege

Am morgigen Mittwoch stehen die letzten fünf Nachholspiele der Fußball-Verbandsliga auf dem Spielplan. Der VfL Kirchheim ist um 18.30 Uhr zu Gast beim Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Es ist trügerisch, zu glauben, der VfL Kirchheim habe mit 36 Punkten eine gute Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga. VfL-Trainer Michael Rentschler trauert im Hinblick auf die restlichen Spiele immer noch den drei fehlenden Punkten aus der "Pass-Affäre" vom Dorfmerkinger Spiel Anfang der Saison nach: "Eigentlich hätten wir schon 39 Punkte und könnten den letzten Spielen gelassener entgegen sehen."

So werden es die letzten fünf Spiele in sich haben. Davon sind drei Spiele (Spvgg Au, TSG Balingen, FC Olympia Laupheim) zu Hause und noch zwei Begegnungen (SG Sonnenhof Großaspach, SV Böblingen) auf fremden Plätzen vermeintlich ideale Voraussetzungen, um die für den Ligaverbleib benötigten Punkte einzufahren. Die Situation ist brenzlig: Den VfL als Tabellenachten trennen nur drei Punkte vom vermuteten Relegationsplatz zwölf. Momentan muss davon ausgegangen werden, dass die Mannschaft, die am Ende der Saison auf dem 12. Tabellenplatz steht, in die Relegation muss.

Michael Rentschler ist ob dieser prekären Situation dennoch nicht beunruhigt: "Ich bin überzeugt davon, dass wir aus den letzten Spielen die erforderlichen sechs Punkte holen werden." Dies wird nicht einfach werden, denn bis auf das Spiel gegen die Spvgg Au (ebenfalls noch in Abstiegsgefahr) sind alle anderen Gegner unter den ersten sechs Mannschaften der Tabelle zu finden.

Vor allem die morgige Aufgabe beim Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach erscheint auf dem Papier fast unlösbar. Dennoch fährt der VfL Kirchheim nicht chancenlos nach Großaspach und Rentschler erwartet zudem ein interessantes Verbandsligaspiel: "Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung, genau darin sehe ich unsere Chance." Schon in der Hinrunde haben die Blauen bewiesen, dass sie mit den vorderen Mannschaften mithalten konnten unter anderen wurde bei der TSG Balingen (2:1) und beim damaligen Tabellenführer Olympia Laupheim (2:0) gewonnen. Außerdem zählt der VfL zu den drei stärksten Auswärtsteams gute Voraussetzungen also, um auch in der Freizeitanlage Fautenau für eine Überraschung zu sorgen.

SG-Trainer Helmut Bentz will dies nach der ersten Saisonniederlage seiner Mannschaft in diesem Jahr (1:2 in Metzingen) tunlichst vermeiden: "Ich erwarte eine Trotzreaktion meiner Mannschaft." Vom möglichen Aufstieg in die Oberliga will Fußballlehrer Bentz (noch) nichts hören: "Wir haben noch fünf Spiele und ich weiß, wie schnell ein Vorsprung verspielt sein kann." Der Abstand zum Tabellenzweiten TSG Balingen bei einem Spiel weniger beträgt vier Punkte und zum Tabellendritten FC Olympia Laupheim sind es schon fünf Zähler. "Wir wollen auf jeden Fall unsere restlichen drei Heimspiele gewinnen", gibt Bentz ein klares Ziel vor. Dem VfL zollt der SG-Coach einigen Respekt. "Das wird mit Sicherheit ein hartes Stück Arbeit". Vieles wird auch davon abhängen, wie die Gastgeber ihre erste Niederlage nach genau einem halben Jahr verkraftet haben. Etwaige Ausreden diesbezüglich will Bentz aber nicht gelten lassen: "Wir haben uns das 1:2 selber zuzuschreiben."