Lokalsport

Reservepumpe rettet Podiumsplatz

Der Nürtinger Rennfahrer Wolf Henzler vom Motorsportklub Kirchheim/Teck ist beim zwölften Lauf der Grand American Rolex Serie zusammen mit seinem schottischen Co-Piloten Robin Liddell im amerikanischen Birmingham (Alabama) auf den zweiten Platz gefahren.

EBERHARD STRÄHLE

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BIRMINGHAM Bei diesem zwölften Lauf zur Grand American Rolex Serie waren neben den GT-Fahrzeugen auch die etwas schnelleren Daytona Prototypen am Start. Diese Sportwagen stellen die Hälfte des 43 Wagen umfassenden Feldes. Das erste freie Training auf der 2,3 Meilen langen Rennstrecke in Alabama deutete für Henzler/Liddel auf ein gutes Rennwochenende hin. Wolf Henzler brachte den Porsche mit einer Zeit von 1.31,128 Minuten um den Kurs und versetzte die Konkurrenz in Staunen. "Danach verlor der Motor Öl und wir konnten das zweite Training nicht fahren", erläuterte der Nürtinger. Ein neuer Motor musste her und die Suche gestaltete sich überaus schwierig. "Wir entschlossen uns, dass Porsche Motorsport Nordamerika ein neues Aggregat schicken sollte. Dies bedeutete aber, dass wir das zweite Training nicht fahren konnten", so Henzler. "Dummerweise fielen bei der Transportgesellschaft aber die Computer aus und der Motor traf verspätet bei uns an der Strecke ein." Das Qualifying, das übrigens Marc Bunting mit seinem Pontiac GTO.R gewann, war gelaufen Henzler/Lidell wurden auf die letzte Startposition verbannt.

Wolf Henzler übernahm die Startphase des über 2,45 Stunden dauernden Rennens und konnte sich nach rund vierzig Rennminuten hinter dem Führenden der GT-Klasse einreihen. Nach weiteren 30 Minuten übernahm Robin Liddell den Porsche. Dank des schnellen Boxenstopps der Crew um Teamchef Jim Tafel fuhr Liddell als Erster wieder auf die Piste. Der Schotte gab alles und hielt den ersten Platz bis etwa 20 Runden vor dem Rennende. "Wir hatten plötzlich Aussetzer am Motor und Robin fiel auf den zweiten Platz zurück. Zum Glück konnte der Schotte auf die Reservepumpe umschalten", meldete Wolf Henzler.

Der zweite Platz war ihnen aber sicher, denn gegen den Pontiac GTO.R von Marc Bunting/Andy Lally & JR Valentine konnte Robin Liddell bei allen Versuchen und Anstrengungen nichts mehr ausrichten. Dritte wurden die zweite Pontiacmannschaft mit Paul Edwards/Kelly Collins. Das Tafel-Team konnte in Birmingham/ Alabama alle drei Wagen ins Ziel bringen: Vierte wurden Eric Lux/Ian James und Teamchef Jim Tafel/ Andrew Davis wurden noch als Sechste im GT- Klassement abgewunken.

In der Gesamttabelle liegen Henzler/Liddell derzeit noch auf dem zweiten Rang, konnten ihren Vorsprung auf die Verfolger weiter ausbauen. Am kommenden Wochenende startet der Nürtinger zu einem Trainingsrennen. Zusammen mit Eric Lux aus dem Tafel-Team bestreitet Henzler beim Grand Prix in Quebec in Kanada einen Lauf zum Grand American Cup.

Rennergebnis

1. Bunting/Lally/Valentine (Pontiac GTO.R) 93 Runden; 2. Henzler/Liddell (Porsche 911 GT3 Cup) 92 Runden; 3. Edwards/Collins (Pontiac GTO.R) 92 Runden; 4. Lux/James (Porsche 911 GT3 Cup) 92 Runden; 5. Frisselle/Frisselle (Pontiac GTO.R) 92 Runden; 6. Tafel/Davis (Porsche 911 GT3 Cup) 91 Runden.