Lokalsport

Revanche geglückt: 6:1 in Würzburg

Nur 250 Würzburger Tischtennis-Fans sahen bei der Wiederauflage des letzten Bundesligafinales zwischen Würzburg und Frickenhausen die Revanche des TTC. Der amtierende deutsche Meister aus Franken hatte beim 6:1-Sieg der Gäste keine Chance.

OLAF NÄGELE

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WÜRZBURG Das TTC-Doppel Wosik/Tokic erwischte den wesentlich besseren Start, ging zunächst in Führung und konnte auch den zweiten Satz bis zum Schluss offen halten. Dann haperte es jedoch mit der Abstimmung und damit kippte das Spiel. In der zweiten Box mühten sich die Würzburger Chtchetinine/Pavelka redlich gegen Ma/Lundquist. Der Chinese und der Schwede waren die Frischeren und erspielten sich einen klaren 3:0-Sieg.

Wie schon in den vergangenen Wochen präsentierte sich das vordere Paarkreuz des TTC in einer blendenden Verfassung. Spannend ging es in der Partie Korbel gegen Lundquist zu. Der Schwede ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihm nach Wiedergutmachung des verlorenen Finales zumute war. Und so geschah es auch. Korbel konnte zwar den ersten Satz gewinnen, verlor jedoch den zweiten Satz mit 2:11 und brachte damit Lundquist auf die Siegerstraße, die er trotz Verlängerung im vierten Satz nicht wieder verließ.

Dass Ma Wenge nicht zu den Lieblingsgegnern von Leung gehört, hatte sich ebenfalls in der letzten Saison gezeigt. Und dieses Spiel änderte daran nichts. Im Duell der Chinesen setzte sich der blendend aufgelegte Ma durch. Nach vier Spielen hieß es also schon 3:1 aus Sicht der Frickenhausener.

Am hinteren Paarkreuz war Evgueni Chtchetinine bei den Franken auf die drei vorgerückt. Glück für die Schwaben, denn in der vergangenen Saison verzweifelte Torben Wosik an den mit ungeheurem Schnitt geschlagenen Bällen des Weißrussen. Bojan Tokic schien damit kein Problem zu haben. Mit einem deutlichen 3:0 schickte er Chtchetinine in die Kabine und baute die Führung seiner Mannschaft weiter aus.

Torben Wosik hatte es mit Würzburgs Neuzugang, dem Tschechen Thomas Pavelka zu tun. Erneut zeigte sich der 32-jährige Wosik in bestechender Form und mit seinem 3:0-Sieg bleibt seine Bilanz makellos 5:1 zur Pause, was sollte da noch schief gehen?

Im Duell Ma gegen Korbel sah es einen Moment danach aus, als könne sich das Blatt zu Gunsten der Franken wenden. Die ersten beiden Sätze wurden in der Verlängerung entschieden, einmal war Korbel der Glücklichere, dann Ma. Dann folgte der dritte Satz, der an Dramatik kaum zu überbieten war: Korbel zog auf 6:1 davon, Ma kämpfte sich auf 6:5 heran, führte dann sogar 8:7, geriet 8:9 ins Hintertreffen und gewann 11:9. Korbel erholte sich von diesem Kraftakt nicht mehr und gab den vierten Satz mit 11:4 ab.

Die Revanche war perfekt, der TTC Frickenhausen bleibt ohne Punktverlust Tabellenführer."Wir sind im Moment so gut eingespielt, dass es ganz schwer wird, gegen uns zu gewinnen", sagt Torben Wosik selbstbewusst. Manager Reuhl ist mit seiner Einschätzung vorsichtiger. "In dieser Liga darf sich keine Mannschaft ausruhen. Wir haben in der Vorrunde noch ein hartes Restprogramm." Gegen Ochsenhausen, Grenzau und Düsseldorf muss das Team von Trainer Qiu noch ran. "Ich bin zufrieden, wenn wir nach der Vorrunde 15:3 Punkte haben", sagt der Coach und fügt dann augenzwinkernd hinzu: "Ich beschwere mich aber auch nicht, wenn es 17:1 oder 18:0 Punkte sind."