Lokalsport

Rheinland-Trip: Reinfall vermeiden

Die Tischtennis-Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein und immer noch ist ungeklärt, welche vier Mannschaften den Einzug in das Halbfinale schaffen werden. Fünf Teams sind noch im Wettbewerb und mit Düsseldorf und Frickenhausen treten am Sonntag zwei hoch gehandelte Titelaspiranten gegeneinander an.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Insider sprechen von einem Spiel, das bereits eine Vorentscheidung bringen könnte. Nicht nur die derzeitigen Tabellenränge der beiden Mannschaften Düsseldorf belegt Platz eins, der TTC Platz drei sprechen dafür, dass es sich bei dieser Partie um ein wahres Spitzenspiel handelt.

Auch die Tatsache, dass in Sachen Halbfinalteilnahme noch keine Entscheidung in Sicht ist, bringt Brisanz in die Begegnung. Fünf Mannschaften sind noch im Rennen um die begehrten vier Plätze: Düsseldorf und Würzburg mit je einem Punkt Vorsprung vor Frickenhausen und Ochsenhausen. In Lauerstellung auf Platz fünf liegt der SV Plüderhausen, der ein Spiel und zwei Minuspunkte mehr hat und am Wochenende pausiert.

Alle anderen Teams aus der oberen Tabellenhälfte treten gegeneinander an: Ochsenhausen muss nach Würzburg und Frickenhausen nach Düsseldorf.

In welch hervorragender Verfassung der TTC und die Borussia aus Düsseldorf sind, machten beide Mannschaften in ihren letzten Spielen deutlich. Die Rheinländer fertigten das Überraschungsteam aus Würzburg klar 6:0 ab, der TTC Frickenhausen setzte gegen Grenzau mit einem 6:3 seine Sieges-Serie fort. Beide Teams mussten in der Rückrunde erst einen Punkt abgeben.

Die Historie der direkten Vergleiche spricht gegen den TTC, denn das Täles-Team sah bei seinen Auswärtsspielen gegen den Rekordmeister nie besonders gut aus. Erst einen Punkt konnten die Frickenhausener vom Rhein ins Schwabenländle entführen. Hinzu kommt, dass der Düsseldörfer Däne Maze nicht zu den Lieblingsspielern von Ma Wenge gehört und Bastian Steger in einer bestechenden Form ist. Bei den deutschen Meisterschaften warf der 23-jährige Torben Wosik und Jörg Rosskopf mit je 4:0 aus dem Rennen und musste sich erst im Finale Timo Boll geschlagen geben.

Christian Süß war ebenfalls erfolgreich und holte im Herren-Doppel und im gemischten Doppel Gold. Aber auch die Frickenhausener können mit Bestmarken aufwarten. Ma Wenge hält die drittbeste Bilanz am vorderen Paarkreuz, Bojan Tokic blieb in der Rückrunde bislang ungeschlagen. Torben Wosik stand mit Doppel-Partner Fejer-Konnerth im Finale der deutschen Meisterschaft und seit dem Wochenende hat auch der TTC einen frischgebackenen Meister in seinen Reihen: Jens Lundquist holte sich den Titel in seiner Heimat Schweden. Präsident Wohlhaupter-Hermann freut sich über den Erfolg seiner Nummer zwei und hofft, dass ihm das in der Partie gegen Düsseldorf Selbstvertrauen gibt. Insgesamt ist er jedoch vorsichtig mit seiner Einschätzung zum Spiel: "Mit einem Punkt in Düsseldorf wäre ich zufrieden. Das wäre für uns die halbe Miete in Sachen Play-off."

Die Partie beginnt am Sonntag um 14 Uhr.