Lokalsport

Ritter planen dritten Streich

Pro A: Zwischen den Württemberg-Rivalen Crailsheim und Kirchheim steht es bislang 2:2

Zum heißen Tanz in Crailsheim am Samstag fahren die Spieler der VfL Kirchheim Knights hoch motiviert: Der perfekte Saisonstart mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen verlangt schließlich nach einer Zugabe. Erklärtes Nahziel ist es, den bekannt-berüchtigten Hexenkessel Sportarena Crailsheim als alter und neuer Tabellenführer zu verlassen.

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Timo Probst

Kirchheim. Die Ziele sind klar und hochgesteckt. Nach den Siegen gegen Langen, Nördlingen, Jena und Karlsruhe wollen die Kirchheimer Basketballer am Samstagabend (Spielbeginn um 20 Uhr) ihre blütenweiße Weste behalten und die Tabellenführung verteidigen. Headcoach Frenkie Ignjatovic kann erneut auf die Doppellizenzspieler Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi zurückgreifen, die am Sieg gegen Karlsruhe (94:86) großen Anteil hatten.

Nach einjähriger Pause steht nun mit dem Duell in Crailsheim das nächste Derby auf dem Programm. In der Vergangenheit gab es manch packendes Spiel – man denke an die letzte Partie: Da konnten sich die Knights mit 77:71 durchsetzen, um einen Spieltag später mit dem Erfolg in München den Aufstieg in Deutschlands zweithöchste Spielklasse sicherzustellen. Insgesamt ist die Bilanz aus den Direktvergleichen mit Crailsheim ausgeglichen. Beide Mannschaften haben jeweils zwei Siege auf dem Konto.

Die Gastgeber werden bemüht sein, den Knights die erste Saisonniederlage zuzufügen. Allerdings muss die Mannschaft von Headcoach Ingo Enskat auf die verletzten Aufbauspieler John Bynum (Adduktorenverletzung) und Sebastian Kling (Meniskusriss) sowie auf Shooting Guard John Cadmus (Bänderriss im Knöchel) verzichten. Auch der Einsatz des nachverpflichteten Jejuan Plair ist noch ungewiss, nachdem der aus Würzburg zurückgekehrte US-Amerikaner bei der Auswärtsniederlage in Homburg zwei Schneidezähne verloren hatte. Plair war bereits in der Saison 2007/08 für Crailsheim am Ball und erzielte in der Pro B durchschnittlich 17,1 Punkte und 5,5 Assists, ehe er im Sommer in Franken anheuerte. Fand er für Würzburg noch nicht richtig zu seinem Rhythmus, feierte Plair am vergangenen Wochenende einen gelungenen Einstand für die Merlins und erzielte vor seinem verletzungsbedingten Ausscheiden 12 Punkte in 13 Minuten. Sein Partner im Backcourt der Hohenloher ist Topscorer Jonathan Reibel (18,8), der im Sommer aus Polen nach Crailsheim wechselte und mit drei 20-Punkte-Spielen bislang überzeugte. Auf der Flügelposition verpflichteten die Merlins mit Christian Imberi (Nürnberg), Todd Martin (Reims) und Femi Oladipo (Oldenburg) drei neue Spieler. Unterstützung gibt‘s von Jugendnationalspieler Harald Debelka. Unter dem Korb setzen die Merlins auf eine Mischung aus bewährten Kräften (Dörr, Brooks), einem Neuzugang (Zuiverdeen) und einem Rückkehrer (Kieser).

Bei der Neuauflage des württembergischen Derbys in der wohl ausverkauften Crailsheimer Sportarena erwartet die Knights morgen kein Honigschlecken mit den Merlins, die alles daran setzen werden, den Tabellenführer vom Sockel zu stürzen. Die Kirchheimer setzen ein eingespieltes Erfolgsteam dagegen, das ebenfalls von außen gepuscht werden wird: Die Knights-Anhänger reisen mit einem eigenen Fanbus ins Hohenlohische.