Lokalsport

Road America kein gutes Pflaster

Platz sechs: Auf der US-Rennstrecke jagt Wolf Henzler einem Sieg erneut vergebens hinterher

Zuletzt Sieger in Mid Ohio, jetzt Sechster: Porsche-Rennfahrer Wolf Henzler ist in der American Le Mans Serie (ALMS) mit Partner Bryan Sellers (USA) zurück auf dem Boden der Tatsachen. Im GT-Gesamtklassement rangiert er an fünfter Stelle.

2011 ALMS - Road America
2011 ALMS - Road America

Elkhart Lake. Einen Sieg hatte Wolf Henzler auf der legendären Rennpis­te von Road America bisher noch nicht eingefahren, doch das sollte nicht so bleiben. „Wir haben dort getestet mit sehr guten Ergebnissen, und ich hoffe, dass wir das im Rennen auch umsetzen können. Das ganze Team ist nach unserem Sieg in Mid Ohio hoch motiviert“, hatte er vor dem Rennen gesagt. „Wir alle wollen zeigen, dass dieser Erfolg kein Zufall war.“

Anzeige

Tatsächlich fand das Falken Tire Team für die 6,514 Kilometer lange Strecke relativ schnell das passende Setup. Die Rundenzeiten des Porsche 911 GT3 RSR waren im Vergleich zum Vorjahr um eine runde Sekunde besser. „Allerdings bauen die Falken-Pneus ihren Grip im nur kurze Zeit andauernden Qualifying nicht so perfekt auf wie im einstündigen Rennstint“, schränkte Henzler ein. Mit einer Zeit von 2.06,921 Minuten standen er und Sellers schließlich auf dem zehnten Startplatz der GT-Klasse, nachdem sich Dirk Müller/Joey Hand im BMW M3 GT die Poleposition gesichert hatten. Der Deutsche Jörg Bergmeister, Henzlers Porsche-Werksfahrerkollege und sportlicher ALMS-Rivale, ging von Rang fünf ins Rennen.

Anfangs machte Henzler vier Plätze gut und fuhr zeitweise sogar auf Podiumskurs. „Das war die beste Leis­tung unseres Teams auf trockener Strecke“, sagte er später, „der Porsche hielt über weite Strecken mit den besten BMWs, Ferraris und Corvettes mit.“ Die neu entwickelten Reifen bauten nach einer längeren Distanz ihren besten Grip auf und gestatteten es Henzler/Sellers, auf Augenhöhe mit der Konkurrenz zu fahren. Nachdem Henzler den Wagen nach einer untadeligen Fahrt nach etwa einer Stunde übergab, fuhr Sellers einen Doppelstint, der nur zum Tanken und Räderwechseln unterbrochen wurde. Danach fuhr Henzler bis ins Ziel und schaffte es, sich mit gut funktionierenden Reifen in der Top Sechs zu platzieren.

Der siebte Lauf zur American Le Mans Serie findet als Baltimore Grand Prix in Form eines Zwei-Stunden-Rennens am ersten September-Wochenende (3./4. 9.) auf dem neuen Stadtkurs von Baltimore/Maryland statt.