Lokalsport

Rollentauschals Reizthema

Der Tabellendritte TTC Frickenhausen startet am Sonntag gegen Grenzau in die Bundesliga-Rückrunde. Beim Vizemeister muss der Titelverteidiger in veränderter Formation antreten. Das Diktat der DTTL geht Präsident Wohlhaupter-Hermann gegen den Strich.

KLAUS TEICHMANN

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FRICKENHAUSEN Rolf Wohlhaupter-Hermann ist auf die DTTL derzeit nicht gut zu sprechen. Die Liga-Verantwortlichen haben entschieden, dass Bastian Steger ins hintere Paarkreuz wechseln und stattdessen Bojan Tokic im Spitzenpaarkreuz antreten muss. Die Einzelbilanzen der beiden TTC-Akteure hatten den Ausschlag für diese Umstellung gegeben: Der deutsche Nationalspieler Steger hatte an Position zwei bei einer Bilanz von 7:7 in der Hinrunde keine schlechte Leistung geboten, doch die 10:1-Einzelsiege von Tokic an Position drei wurden höher bewertet. Die beiden Doppelpartner müssen jetzt die Positionen tauschen. Für Wohlhaupter-Hermann ein Handicap: "Im vorderen Paarkreuz stehen ganz andere Kaliber", stellt der Präsident fest. Er sieht seine Mannschaft durch diesen Eingriff in die Aufstellung geschwächt.

So oder so: In Grenzau steht am Sonntag die erste Bewährungsprobe in der Rückrunde für den TTC an. Im Westerwald erwartet der Endspielgegner vom vergangenen Juni die Frickenhausener zu einer Neuauflage des dramatischen Finales, in dem der TTC bekanntlich seinen zweiten Mannschaftsmeister-Titel errang. "Mister Grenzau", Lucjan Blaszczyk, führt die Mannschaft von Trainer Chen Zhibin in der berüchtigten Zugbrückehalle an. In der Hinrunde im September ging Frickenhausen in eigener Halle noch als klarer Sieger von den Tischen.

Seit dem Zuschauerrekord in der Stuttgarter Porsche-Arena mit der Niederlage gegen den frisch gebackenen Pokalsieger Borussia Düsseldorf, ist der TTC in der Eliteliga spielfrei. Die Konkurrenz hat bereits einen Rückrunden-Spieltag absolviert. TTC-Manager Christoph Reuhl hofft nun, dass es seinem Team gelingt, sich rasch auf die neue Situation einzustellen und gleich im ersten Spiel mit der richtigen Einstellung zu Werke zu gehen.