Lokalsport

Rübholz-Pistoleros schießen sich zum Zweitligatitel

Sportschießen Nach der Meisterschaft winkt dem TSVÖ in drei Wochen via Relegation der Aufstieg in die erste Liga.

So sehen Meister aus (v. l.): Trainer Markus Geipel, Torben Engel, Achim Rieger, Stefan Scharpf, Jörg Kobarg und André Böhm. Fot
So sehen Meister aus (v. l.): Trainer Markus Geipel, Torben Engel, Achim Rieger, Stefan Scharpf, Jörg Kobarg und André Böhm. Foto: Poppek

Laubach. Die Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen sind Meister der 2. Bundesliga Südwest. Den Rübholz-Pistoleros reichte am letzten Wettkampftag in Laubach ein Sieg aus zwei Begegnungen, um die Tabellenführung zu verteidigen und das Ticket für den Aufstiegswettkampf zur 1. Liga in Regensburg zu lösen. Dort trifft der TSVÖ am 26. Januar neben Vizemeister SV Willmandingen auf die beiden Vertreter der Süd-Liga.

Den entscheidenden Sieg hatten die Ötlinger gegen den SV Eckartshausen eingefahren, einer der drei punktgleichen Verfolger der Ötlinger. Dementsprechend war die Begegnung zunächst sehr ausgeglichen. Ausgenommen davon war die Position drei, auf der TSVÖ-Schütze Jörg Kobarg bereits nach zwei Serien mit 14 Ringen in Führung gelegen hatte. Am Ende setzte er sich klar mit 371:335 durch. Ab Mitte des Wettkampfes begannen die Ötlinger auf den Positionen zwei, vier und fünf, sich ebenfalls einen Vorsprung zu erarbeiten - die Punktgewinne durch Achim Rieger (372:364), André Böhm (371:365) und Torben Engel (363:357) waren ungefährdet. Lediglich Stefan Scharpf musste sich auf der Spitzenposition nach einigen mäßigen Schüssen mit 364:367 geschlagen geben. Am 4:1-Gesamtsieg und dem damit verbundenen vorzeitigen Titelgewinn konnte dies jedoch nichts mehr ändern.

Offensichtlich als Folge dieser Vorentscheidung waren die Ötlinger im zweiten Wettkampf gegen den Tabellenletzten SV Oberkirch phasenweise recht unkonzentriert. Die Südbadener hatten nach ihrem ersten Saisonsieg im ersten Wettkampf gegen Gastgeber SK Aalen-Nesslau (4:1) Morgenluft im Abstiegskampf gewittert - bei einem Erfolg gegen Ötlingen wäre der Sprung vom letzten auf den vorletzten Platz möglich gewesen, was die Teilnahme an der Relegation bedeutet hätte. So entwickelte sich ein spannender Wettkampf, in dem Oberkirch zunächst Vorteile hatte. Diese konnte Ötlingen bis Mitte des Wettkampfes ausgleichen, ehe die Begegnung mit 2:3 verloren ging.

Die restlichen Entscheidungen fielen zum Teil erst in den letzten Begegnungen. Vizemeister wurde der SV Willmandingen durch einen 5:0-Sieg über Ludwigsburg. Die Barockstädter belegen nach dieser deutlichen Niederlage Platz sieben, haben aber noch die Chance, die Klasse in der Relegation gegen die zwei Erstplatzierten der Landesverbände Baden, Pfalz, Südbaden und Württemberg zu sichern. Direktabsteiger auf Platz acht ist der SV Oberkirch.

Für die größte Überraschung sorgte die SK Aalen-Nesslau, die durch ihren 4:1-Sieg gegen Eckartshausen nicht nur dem Abstieg entging, sondern auch auf Platz drei der Tabelle sprang - ein Umstand, der die Ausgeglichenheit der Liga dokumentiert: Die Vereine auf den Plätzen drei bis sieben haben nicht nur alle 6:8 Mannschaftspunkte auf dem Konto, sondern auch das gleiche Einzelpunktverhältnis. Für das Endklassement musste jeweils der direkte Vergleich herangezogen werden. Und selbst Absteiger Oberkirch hat nur einen Sieg weniger erzielt als die fünf Mannschaften davor und weist darüber hinaus das drittbeste Einzelpunktverhältnis auf. jp

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