Lokalsport

Rückenwind macht Tempo

Schnell unterwegs waren die Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth am vergangenen Wochenende. Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 83 und 94 km/h konnten sie ihre Platzierung in der Segelflug-Bundesliga festigen.

KIRCHHEIM Mit einem Paukenschlag begann die Segelflug-Woche bereits am vergangenen Mittwoch: die drei Hahnweid-Piloten Willi Balz, Horst Heimann und Tilo Holighaus (mit Co-Pilot Marc Puskeiler) flogen an diesem außergewöhnlichen Tag über die 800-Kilometer-Marke und sammelten wertvolle Punkte für die deutsche Streckenflugmeisterschaft. Bereits am Samstag wollten einige Piloten trotz vorhergesagter Gewitter einen Flug für die Bundesligawertung wagen. Doch einzig Tilo Holighaus konnte noch vor dem einsetzenden Regen mit seinem Nimbus-4DM starten. Doch auch Holighaus hatte kein Glück: er kämpfte sich bis ins Donautal vor und fand erst dort vor einer bedrohlich schwarzen Frontlinie ordentliche Aufwindverhältnisse. Doch schon bald entluden sich Gewitter mit heftigen Niederschlägen, die große Umwege erforderten und wertvolle Zeit kosteten. Das Tempo reichte somit nicht, um in die Bundesligawertung zu gelangen.

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Am Sonntag waren alle Vereinsmaschinen der Fliegergruppe in der Luft. Ihr gutes Durchschnittstempo hatten die Flieger an diesem Tag dem starken Rückenwind zu verdanken. Doch die nach und nach einfließende Warmluft ließ die Thermik zusammenbrechen und zwang etliche Piloten zu Außenlandungen, so auch Tilo Holighaus, der durch einen langen Überlandflug mit dem ältesten in Deutschland zugelassenen Segelflugzeug "Minimoa" (Baujahr 1939) Aufsehen erregte. Die schnellsten Piloten des Tages: Harald Fritz, Mario Kießling und Felix Breckel. Die Gruppe verteidigte damit ihren zehnten Platz in der Bundesligagesamtwertung und konnte sich zudem über einen vereinsinternen Erfolg freuen: Jugendleiter Jan Denzel flog seine für den Erwerb des Segelflugscheines notwendigen 50 Kilometer und konnte am Abend mit seinen Fliegerfreunden seinen Erfolg feiern.

kh