Lokalsport

Rumpfteam wehrt sich vergebens

Ernüchterung bei den Oberliga-Turnern des VfL Kirchheim: Nach der 294,30:299,35-Niederlage gegen die Bundesliga-Reserve der KTV Straubenhardt steckt der VfL mitten im Abstiegskampf. Das Fehlen von André Schaich, der am Wochenende mit dem Nationalkader unterwegs war, wog für die Kirchheimer am Ende zu schwer.

HEIKO PAUL

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KIRCHHEIM Zu Beginn war Hoffnung aufgekeimt, da sich Moritz Pohl für Boden und Sprung fit gemeldet hatte und damit einen Sechskampf in Angriff nahm. Als sich anschließend jedoch Jochen Weber krank meldete, zweifelten auch eingefleischte VfL-Fans an den Chancen gegen Straubenhardt. Dass sie dennoch um jedes Zehntel kämpfen würden schließlich kann bei einem Wettkampf ohne Streichresultate eine einzige verpatzte Übung über Sieg und Niederlage entscheiden machte die Mannschaft gleich mit einer fehlerlosen Vorstellung am Boden klar. Simon Paul (12,75), Moritz Pohl (13,80), Philipp Straub (13,85) und ein herausragender Dominik Weber (14,60) boten eine geschlossene Mannschaftsleistung, die Kirchheim mit knapp zwei Punkten in Führung brachte.

Gut lief es auch am Pauschenpferd weiter. Simon Paul entwickelt sich nach seiner Verletzung immer mehr zum Scheren-Spezialisten, scheffelte 13,10 Punkte. Nur Straubenhardts Markus Mauk, der nur an diesem Gerät turnt, war mit 13,70 Punkten besser. Markus Benz, Moritz Pohl und Dominik Weber ließen ebenfalls nichts anbrennen. Der Vorsprung gegenüber den Gästen war um nur zwei Zehntel geschmolzen.

Bitter wurde es dann an den Ringen: Hier konnten nur Moritz Pohl (13,75) und Andreas Mahler (13,35) mit den Top-Turnern der Gegner mithalten. Straubenhardt ging mit zwei Punkten in Führung. Das gleiche Ergebnis dann am Sprung: Nur Moritz Pohl und Philipp Straub kamen knapp über 13 Punkte. Damit hatten die Gäste ihren Vorspung auf 8,8 Punkte ausgebaut. Die VfL-Riege gab jedoch nicht auf und holte sich am Barren 3,9 Punkte zurück. 13,3 Punkte für Andreas Mahler, die Höchstwertung an diesem Gerät, 13,1 für Markus Benz, 12,6 Punkte für Philipp Straub und 12,35 für Moritz Pohl brachten die Heimmannschaft wieder näher.

Jetzt galt es, auf Fehler der Gegner am Reck zu warten. Doch die blieben aus. Da nützte auch die Tageshöchstwertung am Reck von Moritz Pohl (13,1), 12,9 Punkte nach einer blitzsauberen Übung von Markus Benz und 12,05 Punkte für Youngster Dominik Weber nichts mehr. Auch diese Gerätewertung ging knapp an Straubenhardt, die damit insgesamt 5,05 Punkte vorne lagen. Zwei Turner hatten an diesem Tag einen Sechskampf geturnt: 80,70 Punkte erzielte Roman Janetzko (KTV Straubenhardt), Moritz Pohl kam auf 77,05 Punkte.

Trotz der Niederlage bleibt das Fazit positiv: Selbst ohne zwei Leistungsträger wäre der Sieg mit ein wenig mehr Glück möglich gewesen. Jetzt liegen Kirchheim und Straubenhardt in der Tabelle gemeinsam auf dem vierten Rang. Die beiden Teams haben nur noch Ludwigsburg hinter sich. Hoffentlich in voller Besetzung soll nun am nächsten Samstag das Abstiegsgespenst mit einem Sieg gegen die Süßener Oberligamannschaft endgültig vertrieben werden.