Lokalsport

Safetycar im Weg Führung ade

Das Safetycar und abbauende Reifen bremsten Wolf Henzler beim 250-Meilen-Rennen in Mexiko City entscheidend ein. Zwischendurch hatte er in Porsche GT3 in Führung gelegen am Ende musste er sich im GT-Klassement mit Platz vier begnügen.

EBERHARD STRÄHLE

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MEXIKO CITY Der Nürtinger Motorsportprofi Wolf Henzler (Motorsportclub Kirchheim/Teck) errang beim 250-Meilen-Rennen in Mexico City auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez ein Rennen im Rahmen der Grand American Rolex-Serie den vierten Platz in der GT-Wertung. Henzler startete in seinem Porsche 911 GT3 Cup des Tafel-Racing-Teams zusammen mit seinem schottischen Copiloten Robin Liddel.

Jim Tafel, der Namens- und Geldgeber des Teams, setzte in Mexico City alle seine drei Rennwagen ein. Neben Henzler/ Liddell fuhren Jim Tafel/Andrew Davis mit der Nummer 73 und Eric Lux/Charles Espenlaub (Nummer 74). In insgesamt vier Trainingsdurchgängen war die Besatzung mit der Startnummer 72 sehr gut bei der Musik: Für Henzler/Liddel gab's zwei Mal zweite Plätze. Liddel stellte den Porsche mit einer Zeit von 1:29.995 Minuten auf den zweiten Startplatz.

Nur 41 Hundertstelsekunden waren Collin/Edwards mit ihrem Pontiac GTO.R schneller und standen also auf der Poleposition. Am Start zum Rennen über zweidreiviertel Stunden reizte Liddel das Potenzial des Porsche voll aus und zog bereits in der ersten Runde am Pontiac vorbei. "Robin hatte jetzt freie Fahrt. Die schnelleren Daytona Prototypen im Feld störten uns nicht. Nach 45 Runden gab es aber die erste Safetycar-Phase, als ein Lexus Riley ins Kiesbett flog. Wir führten bis dahin problemlos das GT-Feld an", erkärte Henzler später eine entscheidende Rennszene.

Das Team forderte danach den Schwaben auf, sich zum Fahrerwechsel bereitzuhalten. Liddel wurde an die Box beordert, ohne das Safetycar zu passieren. Henzler kletterte in den Porsche und reihte sich am Ende des Feldes wieder ein. Das Safetycar winkte nun alle Autos nach vorne. Neben dem Missgeschick, eine Runde verloren zu haben, muste Henzler zu allem Übel später nach einer Strafe langsam durch die Boxengasse rollen: Sein "Co" war in der Phase gelber, geschwenkter Flaggen an einem Konkurrenten vorbeigefahren.

Aus der verfahrenen Situation versuchte Henzler das Beste zu machen. Der Diplomkaufmann wurde aber massiv eingebremst, weil die Techniker beim Fahrerwechsel im Training "angefahrene" Reifen auf den Tafel- Porsche montiert hatten. Hintergrund war die Annahme, dass angefahrene Reifen zwar vorerst nicht so schnell sind, aber danach langsamer "abbauen". Ein Trugschluss, wie sich herausstellte: Die Reifen bauten schneller ab als es Henzler/Liddel lieb war. Trotzdem fuhr Henzler noch auf den vierten GT-Rang vor.

Einen sicheren Start-und-Ziel-Sieg fuhren Scott Pruett/Luis Diaz mit ihrem Lexus Riley Daytona Prototyp heraus. Sie gewannen vor Brau/ Bergmeister im Ford Riley und Borkowski/Tracy im Lexus Riley. Henzler und Liddel belegen in der Meisterschaftsgesamtwertung im GT-Klassement jetzt Platz 2.

Den dritten Lauf der Serie steht Henzler und Co. vom 23. bis 25. März beim Grand Prix of Miami in Homestead/Florida bevor. Die Renndistanz dort beträgt erneut 250 Meilen.

250-Meilen-Rennen von Mexico City

Daytona Prototypen: 1. Pruett/Diaz, Lexus Riley, 100 Runden, 2. Braun/Bergmeister, Ford Riley, 100 Runden, 3. Burkowski/Tracy, Lexus Riley, 100 Runden. GT-Autos: 1. Collins/Edwards, Pontiac GTO.R, 94 Runden, 2. Keen/ Murray, Porsche 911 GT3 Cup, 94 Runden, 3. Bunting/Valentine/LallyPontiac GTO.R, 93 Runden, 4. Henzler/Liddel, Porsche 911 GT3-Cup, 93 Runden, 5. Tafel/Davis, Porsche 911 GT3- Cup, 93 Runden, 6. Jensen/Bell, Porsche 911 GT3-Cup, 92 Runden