Lokalsport

Salt Lake City als Mutmacher

Podestplatz für Wolf Henzler in der ALMS – Nun wartet die Grüne Hölle

Zweiter in Salt Lake City: Für Wolf Henzler, zuletzt nicht gerade vom Erfolg verwöhnt, geht es in der American Le Mans Serie (ALMS) wieder aufwärts. Zusammen mit dem Werksfahrerkollegen Marc Lieb (Ludwigsburg) kam er im vierten Lauf im Farnbacher-Loles Porsche 911 GT3 RSR hinter Dauerrivale Jörg Bergmeister an.

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EBERHARD STRÄHLE

Salt Lake City. Die Rennstrecke im Miller Motorsports Parc im US-Bundesstaat Utah nahe Salt Lake City hatte Henzler nach seinem Sieg zusammen mit Jörg Bergmeister im vergangenen Jahr noch äußerst gut in Erinnerung. „Es lief auch jetzt wieder alles nach Plan. Unser zweiter Platz ist voll in Ordnung“, sagte der Schwabe. Nachdem das Starterfeld in der ALMS in dieser Saison drastisch schrumpfte, füllten die Organisatoren das Feld mit sogenannten Challenge-Autos auf, die sich allesamt aus Porsche-Cup-Fahrzeugen rekrutierten. Dennoch war es nur ein Starterfeld mit 23 Fahrzeugen.

In den Trainingsläufen etablierten sich Henzler/Lieb stets unter den ersten drei Teams. Im abschließenden Qualifying reichte es zum dritten Startplatz in der GT2-Klasse. Die Poleposition ergatterten sich die Porsche-Konkurrenten Jörg Bergmeister/Patrick Long.

Vor dem Rennen auf der 3,084 Meilen langen Strecke setzte sich zunächst Marc Lieb ins Cockpit. Vor ihm standen Pierre Kaffer im Ferrari F 430 und Bergmeister. Sofort ging es chaotisch zu: Die hinter Lieb startenden BMW drehten den Ferrari von der Piste, während Lieb den mäßigen Start Bergmeisters zum Überholen nutzte. Bergmeister konterte in derselben Runde und eroberte seine Führung zurück. Lieb behielt jetzt stets seine zweite Position und übergab den Boliden nach 70 Minuten an Wolf Henzler, der sich zur Jagd auf Bergmeister-Partner Patrick Long machte.

Es blieb ein Kampf um die Spitze zwischen Henzler und Bergmeister. Eine halbe Stunde vor Rennende mussten Henzler wie auch Bergmeister nochmals zum Tanken. Am Klassement änderte sich jedoch nichts mehr, der Lizard-Porsche Bergmeisters fuhr mit 15 Zehntelsekunden vor Henzler über die Ziellinie.

An diesem Wochenende bestreitet der Zizishausener auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings das 24-Stunden-Rennen. In der Grünen Hölle fährt Henzler im Team von Titelverteidiger Olaf Manthey einen 911 GT3 S.

Rennen im Miller Motorsports Parc, GT2-Klasse: 1. Bergmeister/Long, Porsche 911 GT3 RSR , 90 Runden; 2. Henzler/Lieb, Porsche 911 GT3 RSR, 90 Runden; 3. Melo/Kaffer, Ferrari F 430 Berlinetta, 89 Runden; 4. Farnbacher/James, Panoz Esperante, 89 Runden; 5. Pastorelli/Stuck, Porsche 911 GT3 RSR, 88 Runden

Gesamtwertung: 1. Jörg Bergmeister/Patrick Long, Porsche, 80 Punkte; 2. Jaime Melo/Pierre Kaffer, Ferrari, 59 Punkte; 3. Dominik Farnbacher/Ian James, Panoz, 52 Punkte; 4. Seth Neimann, Porsche, 40 Punkte; 5. Marc Lieb, Porsche, 36 Punkte; 6. Darren Law, Porsche, und Wolf Henzler, Porsche, jeweils 34 Punkte.