Lokalsport

Sattelbruch stoppt Manuel

Rang zwei für Lado Fumic, Rang vier und fünf für Manuel Fumic und Stefan Sahm die Profi-Biker aus der Region zeigten sich beim zweiten Bundesliga-Lauf in Heubach von ihrer stärksten Seite. Nur der Belgier Roel Paulissen war gestern nicht zu schlagen.

EDGAR VELOCI

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HEUBACH Ganz so böse wie eine Woche vorher spielte der Defekt-Teufel Manuel Fumic diesmal nicht mit. Trotzdem war es wieder das Material, das ihm einen vorentscheidenden Streich spielte. Der U23-Weltmeister sollte eigentlich für das FBI-Team an diesem Tag die Kohlen aus dem Feuer holen. Laut Lado Fumic war dies so vereinbart. Der wollte sich etwas schonen für das Weltcuprennen in Madrid.

Der Weltranglistenerste Roel Paulissen schlug vor der gigantischen Kulisse von rund 10 000 Zuschauern sofort ein hohes Tempo an und brachte bereits aus der zweiten von zehn Runden einen Vorsprung mit. Dahinter hielten sich der ehemalige Deutsche Meister Wolfram Kurschat und Manuel Fumic, der nicht gleich von Beginn an mitzog. In der fünften Runde brach dem 23-Jährigen dann in einer Kompression der Sattel, obwohl es sich nicht einmal um ein Leichtmodell handelte. Bis Mechaniker Tobias Braunwarth Ersatz besorgen konnte, musste Fumic über eine Runde lang im Stehen fahren und fiel dadurch zurück bis auf Rang zehn. Doch Manuel Fumic zeigte Kampfgeist und fuhr in den letzten drei Runden noch auf den vierten Platz nach vorne. "Ich hatte ein super Gefühl", freute er sich trotzdem im Ziel. Lado Fumic hatte, an fünfter Position liegend, vom Missgeschick seines Bruders erfahren und einen Zahn zugelegt. "Ich fühlte mich etwas müde vom Weltcup aber als Manuel zurückfiel, versuchte ich noch was draus zu machen", meinte der Kirchheimer, der zum Teil mit einem Lächeln im Gesicht den schweren Berg nach oben geklettert war. Er forcierte das Tempo und verwies Wolfram Kurschat (Deidesheim) noch auf den dritten Platz.

Auch Stefan Sahm brachte ein Erfolgserlebnis mit nach Hause. Nach seinen beiden Infekten war er ohne große Erwartungen ins Rennen gegangen. Zeitweilig auf Rang sieben positioniert, fuhr er mit drei guten Schlussrunden noch auf den fünften Platz, der ihn zuversichtlich macht für die nächsten Aufgaben. Die Form scheint unter den Krankheiten nicht gelitten zu haben. Marc Gölz musste seinen Einbruch ab der dritten Runde einer nicht optimalen Vorbereitung zuschreiben. Er stieg anschließend aus. Das Damen-Rennen gewann die Russin Irina Kalentieva vor Sabine Spitz (Murg-Niederhof).