Lokalsport

Scharpf ist erst"bei 80 Prozent"

Die Lage ist bedrohlich, doch Stefan Scharpf bleibt gelassen: Ötlingens Nummer drei hat seine Mannschaft im Abstiegskampf der Luftpistole-Bundesliga noch längst nicht abgeschrieben.

THOMAS PFEIFFER

Anzeige

WALDENBURG Eine Offenbarung war's auch für ihn nicht. Eher ein Nachweis eigener Defizite. "Während meines halbjährigen USA-Aufenthalts bis zum Juni konnte ich nicht ein einziges Mal trainieren", erklärte Ötlingens Schütze Stefan Scharpf nach den 1:4-Niederlagen gegen die SG Ulrichshögl und den SV Kehlheim-Gmünd, an denen er mitbeteiligt war. Scharpf schaffte immerhin einen Ehrenpunkt: Ulrichshögls Sandra Schönmetzler bezwang er hauchdünn mit 373:372.

373 Ringe für einen wie ihn zu wenig. "Leistungsmäßig bin ich momentan höchstens bei 80 Prozent", bilanzierte er selbstkritisch. An den restlichen 20 Prozent will er arbeiten sogar am Neujahrstag. "Am 1. Januar trainiert unsere Mannschaft ganz normal. Zusätzlich werde ich über die wettkampffreie Zeit im Dezember verstärkt Hanteltraining machen."

Kraftreserven psychischer Art braucht's, wenn der TSVÖ beim Bundesliga-Schlussdurchgang am 7. Januar gegen den SV Heidelberg schießt: Nur ein 4:1- oder 5:0-Sieg lässt die Rübholz-Pistoleros das Minimalziel Relegationsplatz sieben tatsächlich noch erreichen. Scharpf freilich, in der Vergangenheit mehrfach Deutscher Einzel- und Mannschaftsmeister mit dem TSVÖ ("ob's insgesamt sieben oder acht Titel waren, weiß ich nicht genau"), zeigt sich selbstbewusst. "Ich glaube, wir schaffen's wieder so wie in der Vorsaison."