Lokalsport

Schaulaufen für die neue Saison

Ab sofort beginnt die Kür: Für den Verbandsligisten VfL Kirchheim geht es nach dem vorzeitigen Sichern des Klassenerhalts morgen gegen den TSV Schwieberdingen in erster Linie darum, die fast schon unglaubliche Erfolgsserie im Jahr 2006 fortzusetzen und vielleicht noch das ein oder andere Plätzchen in der Tabelle gutzumachen.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Rückblende: Genau vor einem Jahr schwebten die Kirchheimer in der Verbandsliga in höchster Abstiegsgefahr. Eine Situation, die lähmte. Als dann auch noch der Gang in die Relegation feststand, war der Club über Wochen handlungsunfähig, was Vertragsgespräche und das Verpflichten neuer Spieler anging. "Die Relegation mit eben diesen Begleiterscheinungen und der kurzen Regenerationsphase hat sicherlich mit dazu beigetragen, dass es bei uns danach in der Vorrunde nicht immer rund lief", betreibt Kirchheims Trainer Michael Rentschler Ursachenforschung.

Im April 2006 ist die Lage eine ganz andere. Es besteht Planungssicherheit auf nahezu allen Gebieten und dazu noch genug Zeit, sich auf dem Spielermarkt nach Verstärkungen umzuschauen. Für die Kicker beginnt zudem nun das Schaulaufen nicht alle derzeitig im Kader befindlichen Akteure dürften auch zu jenem der Saison 2006/2007 gehören. Nicht nur daraus entspringt der fußballerische Reiz der morgigen Partie gegen den TSV Schwieberdingen. Hinzu kommt, dass der morgige Gegner immer noch als Aufstiegskandidat gilt. Auch deshalb, weil einem schwer erkämpften 4:3 gegen den FV Ravensburg am vergangenen Sonntag vorgestern ein nicht minder hart erarbeitetes 3:2 in Metzingen folgte. Für den TSVS, der in der Hinrunde ein äußerst glückliches 1:0 gegen den VfL vor heimischem Publikum gefeiert hatte, ist nun sogar der Direktaufstieg möglich. Der Rückstand des aktuell Vierten auf Spitzenreiter Olympia Laupheim beträgt nur noch drei Punkte.

Kirchheims Trainer Michael Rentschler hat zurzeit im Angriff ein regelrechtes Luxusproblem: Mit Cem Korkmaz und Feriz Meha beide jeweils Torschützen beim 3:1 in Wangen am vergangenen Samstag sowie dem zuletzt pausierenden Pavel Ferenz hat Rentschler gleich drei in etwa gleichwertige Angriffsspitzen. Zudem drängt sich im Mittelfeld wieder vermehrt Coskun Isci auf auch er markierte im Allgäu ein Tor. Isci könnte wie zuletzt in Wangen zum Anfangsaufläufer werden, auch deshalb, weil die Formkurve von Alban Meha zuletzt eher nach unten zeigte.

Tabellarisch rutschte der VfL Mitte der Woche wieder etwas ab. Sowohl der FV Illertissen mit einem 3:0 gegen die SF Dorfmerkingen, als auch die SpVgg 07 Ludwigsburg (3:1 gegen den FC Wangen) siegten am Mittwoch vor heimischem Publikum. So geht es in der Reihenfolge Illertissen (7.), Ludwigsburg (8.), Kirchheim (9.) in den kommenden Spieltag. Da sowohl die Ludwigsburger (Derby in Ditzingen) und die Illertissener (in Balingen) schwierige Auswärtsaufgaben vor sich haben, winkt dem VfL wieder die Rückeroberung von Platz sieben vorausgesetzt, die fleißige Punktesammelaktion geht bei den Kickern von der Jesinger Allee weiter.

Mögliche VfL-Aufstellung:

Gühring Eisenhardt, Er, Grimm, Lovric Isci (A. Meha), Raspe (F. Meha), Heilemann, Polat Korkmaz (Ferenz).