Lokalsport

Schiedsrichter-Delikt stößt sauer auf

KLAUS-DIETER LEIB

KIRCHHEIM Stefan Cserny sprach in seinem Rückblick von einem reibungslosen Ablauf der Spielrunde 2006/07. Bis auf den (entschuldigten) TSV Altdorf konnte der Staffelleiter von jedem Verein zumindest einen Vertreter begrüßen. Ansonsten fehlten der Bezirksvorsitzende Karl Wieland (Todesfall) und Siegfried Bippus vom Sportgericht Neckar-Fils (beruflich).

Zum ersten Mal in der Geschichte der Kreisliga A musste die letzte Runde mit 17 Mannschaften ausgespielt werden es gab etliche Spiele mehr. Aufgrund des milden Winters hatten allerdings nur insgesamt zehn Spiele abgesagt werden müssen, wobei sich Cserny im Nachhinein über seine Generalabsage am 23. Spieltag ärgerte: "Da habe ich mir ein faules Ei ins Nest gelegt." Damals hatte es vor dem besagten Spieltag von Donnerstag bis Samstagmorgen geschneit, ehe die Temperaturen am Sonntag auf bis zu 18 Grad stiegen. Einen Fehler machte Cserny bei der Ansetzung der Relegationsspiele. Die Begegnung zwischen dem SSV Göppingen und dem VfB Neuffen die zeitgleich mit der Partie zwischen dem TSV Oberlenningen und dem TSV Ohmden angesetzt war sollte einen Tag später stattfinden.

Ansonsten verlief die Saison reibungslos und hatte mit der SGEH einen verdienten Meister. Sportlich am schlimmsten traf es den TSV Wolf-schlugen, der innerhalb von zwölf Monaten von der Bezirksliga in die Kreisliga B durchgereicht wurde. Ein besonderes Lob gab es an Schiedsrichterobmann Klaus Bühler, der es durch seine Einteilung fertiggebrachte, dass die Schiedsrichterkosten im Schnitt um 2,80 Euro pro Spiel gegenüber der Vorsaison sanken.

Für Schiedsrichterobmann Klaus Bühler gab es in der abgelaufenen Runde kaum Beanstandungen, außer beim leidigen Thema der Spesenüberschreitung. Ein Verein hatte sich bei einem Juniorenspiel die Mühe gemacht, Bühler eine Schiedsrichter-Quittung zukommen zu lassen. Dabei hatte ein Unparteiischer für eine einfache Fahrstrecke von sechs Kilometern es fertiggebracht, dem Verein insgesamt 30 Kilometer in Rechnung zu stellen. Dies veranlasste Bühler, diesen Vorgang dem Sportgericht zur Bearbeitung weiterzugeben. Schließlich hatten sich circa 30 weitere Vergehen in dieser Saison herausgestellt, die zu einem Schaden von über 300 Euro geführt hatten (wir berichteten). Das Urteil fiel empfindlich aus. Der beschuldigte Schiedsrichter musste 500 Euro berappen und bekam zudem acht Monate Sperre. Ob er jemals wieder an die Pfeife darf, entscheidet demnächst das Gremium des Verbands-schiedsrichter-Ausschusses. "Mit solchen Leuten will ich nicht zusammenarbeiten", sagte Bühler.

Des Weiteren passt es dem Schiedsrichterobmann nicht, dass mit dem TB Neckarhausen, dem FC Unterensingen, dem TSV Ohmden und dem TSV Harthausen gleich vier Mannschaften derzeit überhaupt keine Schiedsrichter haben. Bei der Reserverunde gab es diesmal nur sieben Mannschaften, die gleich zweimal in Hin- und Rückspielen aufeinandertrafen eine Folge der wenigen Mannschaften. Den ersten Platz belegte die SGEH. In der kommenden Runde 2007/08 stellen nur noch der TSV Oberlenningen, der TSV Ohmden und der TSV Harthausen eine Reservemannschaft.

Doch die Staffelleiter Stefan Cserny und Rüdiger Zimmerle haben sich inzwischen etwas überlegt: In Zukunft sollen die drei Teams aus der Kreisliga A und 14 Mannschaften aus den B-Staffeln 4, 5 und 6 gemeinsam eine Reserverunde ausspielen. Die endgültige Entscheidung darüber fällt auf dem Staffeltag der B-Ligisten am kommenden Donnerstag. Die Punktspielrunde beginnt am 26. August und endet am 1. Juni 2008. Die Relegationstermine sind vom 4. Juni bis zum 15. Juni 2008.

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