Lokalsport

Schiedsrichterzahlen im Bezirk in Schieflage

Beim Staffeltag der Fußball-Bezirksliga am Samstag in Göppingen wurde Staffelleiter Willi Bosch einstimmig wieder gewählt. Diskussionsstoff boten die Schiedsrichterzahlen: Zwar stellt der Bezirk in Württemberg die meisten Referees, doch etliche Vereine kneifen.

KLAUS-DIETER LEIB

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GÖPPINGEN Bis auf Aufsteiger TKSV Geislingen, der durch Abwesenheit glänzte, konnte Staffelleiter Willi Bosch von jedem Verein einen Verantwortlichen begrüßen. Eine positive Bilanz zog Bosch im Hinblick auf die abgelaufene Saison. Es gab insgesamt 46 Spielneuansetzungen, bedingt durch den WFV-Protesttag am 5. Dezember und Spielausfälle wegen des überlangen Winters. In der Fairplay-Wertung zählt die Bezirksliga Neckar-Fils zur Musterliga im Bezirk. Insgesamt bekamen sechs Mannschaften keine Sperrstrafen, dazu blieben der TSV Boll, FC Nürtingen 73, TSuGV Großbettlingen und der TSV Wolfschlugen ohne Geldstrafen. Der TSV Wolfschlugen hatte im gesamten Saisonverlauf nur eine gelb-rote Karte zu verzeichnen.

Mit dem GSV Dürnau und dem FC Nürtingen 73 gelang es gleich zwei Mannschaften, in die Landesliga aufzusteigen. Dadurch gab es mit dem ASV Eislingen und dem FC Uhingen nur zwei Absteiger. Mit dem SV 1845 Esslingen, Türk KSV Geislingen, TSV Grafenberg und dem FV 09 Nürtingen startet die Bezirksliga am 21. August mit vier Aufsteigern in die Runde. Nichts Außergewöhnliches konnte der Sportgerichtsvorsitzende Hans Sattmann berichten. In der abgelaufenen Saison mussten 272 Urteile bearbeitet werden. Sattmann riet den Vereinen, Spielerpässe zu prüfen, da dies immer wieder Bußgeldverfahren nach sich zog. Von 16 Bezirken ist der Bezirk Neckar Fils der einzige, der auch mündliche Verhandlungen durchführt.

"Mit 481 Schiedsrichtern sind wir in Württemberg der stärkste Bezirk", betonte Schiedsrichterobmann Klaus Bühler. Dazu besitzt der Bezirk Neckar-Fils mit dem 22 -jährigen Johannes Steck (Nürtingen) und dem 26-jährigen Arno Bloß (Esslingen) zwei Referees, die in der Oberliga pfeifen dürfen. Bei einem Blick auf die Bestandszahlen der Vereine zeigt sich bei vielen Mannschaften ein düsteres Bild, denn 25 Prozent der Vereine stellen knapp 70 Prozent aller Schiedsrichter der Bezirksliga. Mit dabei ist der TSV Jesingen, der insgesamt 13 Schiedsrichter stellt, dazu kommt der TSV Neckartailfingen und der FV Neuhausen mit acht Unparteiischen sowie Aufsteiger FV 09 Nürtingen mit sechs Schiedsrichtern. Mit der SGEH und dem SV Göppingen haben zwei Vereinen gar keinen Schiedsrichter in ihren Reihen.

Als positiv bewertet Bühler, dass aus dem textlichen Abseits der Fifa die Luft raus ist. In den unteren Klassen bleibt alles beim alten, das Abseits wird weiterhin so gehandhabt wie bisher. Eine andere Regeländerung erleichtert dem Sportgericht seine Aufgabe: Künftig soll die Disziplinargewalt des Schiedsrichters nicht mit dem Schlusspfiff, sondern erst nach Verlassen des Spielfeldes enden. Somit kann ein Schiedsrichter einem Spieler auch nach dem Abpfiff auf dem Spielfeld die Rote Karte zeigen.

Die ersten drei Spieltage:

Sonntag, 21. August: TSV Grötzingen - TSV Boll, TSuGV Großbettlingen - TSV Notzingen, TSV Grafenberg - TSV Wolfschlugen, SV Göppingen - SF Wernau, TSV Neckartailfingen - FV Neuhausen, TSG Zell - FV 09 Nürtingen.Sonntag, 28. August: FV 09 Nürtingen - TSV Neckartailfingen, FV Neuhausen - TSV Jesingen, SGEH - SV Göppingen, SF Wernau - TSV Grafenberg, TSV Wolfschlugen - TsuGV Großbettlingen, TSV Notzingen - SV Esslingen, TKSV Geislingen - TSV Grötzingen, TSV Boll - TSG Zell. Sonntag, 4. September: TSV Grötzingen - TSG Zell, TSuGV Großbettlingen - SF Wernau, TSV Grafenberg - SGEH, SV Göppingen - FV Neuhausen, TSV Jesingen - FV 09 Nürtingen, TSV Neckartailfingen - TSV Boll, TKSV Geislingen - TSV Notzingen, SV Esslingen - TSV Wolfschlugen.