Lokalsport

Schlusslicht gewinnt nur Erfahrung

Im letzten Spiel des Jahres ließ der amtierende deutsche Meister nichts anbrennen: Tischtennis-Bundesligist TTC Frickenhausen bezwang Schlusslicht TSV Schwalbe Tündern mit 6:2.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Allen Weihnachtsvorbereitungen und der Jagd nach den letzten Geschenken zum Trotz kamen 250 Tischtennis-Fans in die Sporthalle auf dem Berg. Sie sahen eine gut aufgelegte TTC-Truppe, die gegen eine dezimierte Mannschaft aus Tündern eine solide Leistung bot. Für TSV-Spieler Thiago Monteiro, der wegen seiner Knieverletzung fehlte, trat Landesligaakteur Marcel Dempewolf an die Platte und konnte den Brasilianer wie erwartet in keiner Weise ersetzen.

Deutlich wurde dies bereits im ersten Doppel, das eher einer Trainingspartie glich. Ma Wenge und Patrick Baum punkteten ungefährdet mit 3:0 gegen Ex-TTC-Akteur Marc Duran und Dempewolf. Am Nebentisch kam das zweitbeste Doppel der Liga Steger/Tokic gegen Ovtcharov/Pistej nur schwer aus den Startlöchern. Es musste nach einem 0:1-Rückstand einen gehörigen Zahn zulegen, um seinen Gegner in den Griff zu bekommen. Positiv ging es für den TTC weiter. Ma revanchierte sich gegen Pistej eindrucksvoll für die Hinrunden-Niederlage. Obgleich der Nationalspieler der Slowakei sich unbequem präsentierte, war Frickenhausens Nummer 1 kämpferisch stärker und gewann verdient mit 3:0.

Bastian Steger gelang die Wiedergutmachung gegen Dimitrij Ovtcharov nicht. TSV-Ersatzmann Marcel Dempewolf konnte einem leid tun. Er war für Bojan Tokic, der mit angezogener Handbremse spielte, nur ein Sparringpartner und verlor wie erwartet mit 0:3. Beim Duell der Youngster Baum gegen Duran gewann der Frickenhausener.

Die endgültige Entscheidung ließ ein wenig auf sich warten. Erneut war es der junge Ovtcharov, der im "Kampf der Generationen" Ma Wenge erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Mit bissigem Angriffsspiel und unorthodoxen Angaben forderte er dem Routinier alles ab und wiederholte die Überraschung aus der Hinrunde. Mit seinem zweiten Sieg blieb er an diesem Abend der einzige Aktivposten seiner Mannschaft. Den Schlusspunkt setzte Bastian Steger, der sich gegen Pistej durchsetzte.

Nun geht es für das TTC-Team in die Winterpause. "Es ist wichtig, dass alle ein paar Tage Ruhe haben, um Kraft zu tanken", sagt Manager Reuhl. Am 2. Januar startet das Training wieder.

TTC Frickenhausen TSV Schwalbe Tündern 6:2: Steger/Tokic Ovtcharov/Pistej 3:1 (8:11, 11:8, 11:5, 11:5), Ma/Baum Duran/Dempewolf 3:0 (11:5, 11:3, 11:4), Ma Pistej 3:0 (11:6, 11:8, 11:9), Steger Ovtcharov 1:3 (6:11, 11:8, 8:11, 12:14), Tokic Dempewolf 3:0 (11:3, 11:2, 11:8 ), Baum Duran 3:1 (11:9, 12:14, 11:3, 11:8 ) Ma Ovtcharov 2:3 (3:11, 11:9, 5:11, 11:9, 9:11 ), Steger Pistej 3:1 (11:9, 9:11, 11:8, 11:8).