Lokalsport

Schlusslicht macht Sorgen

Nach dem donnerstäglichen 2:3 gegen den TSV Neckartailfingen muss der TSV Notzingen seine insgeheimen Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Landesliga für ein weiteres Jahr ad acta legen.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Der Stachel der Enttäuschung saß vorgestern Abend im Eichert tief. "Es hat an der richtigen Einstellung gefehlt, um die Neckartailfinger zu schlagen", kritisierte Notzingens Trainer Stefan Haußmann, der zugleich vor dem morgigen Gegner ASV Eislingen warnte. "Eigentlich wäre der Tabellenletzte der richtige Aufbaugegner nach unserer Niederlage", so der Coach des Tabellenvierten, "aber wenn wir uns nicht deutlich steigern, laufen wir sogar gegen die Eislinger Gefahr zu verlieren." Die Gäste aus dem Filstal verkauften sich beim donnerstäglichen 1:3 gegen den TSV Wolfschlugen gar nicht mal so schlecht.

Wesentlich besser gelaunt sind nach der Wochentag-Zusatzschicht die Kicker und Funktionäre beim TSV Jesingen. "Das 3:2 gegen den FV Neuhausen war zwar noch nicht der große Befreiuungsschlag im Abstiegskampf", betont TSVJ-Pressewart Uwe Wascheck, "aber ein wichtiger Schritt Richtung gesichertes Mittelfeld." Die Jesinger müssen schon heute um 15.30 Uhr beim TSG Zell ran. Wascheck: "Nur wenn wir mindestens einen Zähler aus Zell mitnehmen, trägt dieser Sieg gegen die Neuhausener so richtig Früchte."

Nicht einmal 48 Stunden Pause zur Regeneration hatten beide Teams, denn auch die Mannschaft von Axel Maier war vorgestern im Einsatz. Mit dem 2:2 gegen den TSV Boll war der Wellinger allerdings nur bedingt zufrieden, obwohl sein Team zweimal einen Rückstand aufgeholt hatte. "Wir wollten gegen Boll mehr als einen Punkt", rekapituliert Maier, "jetzt müssen wir eben gegen den TSV Jesingen drei Zähler holen." Die Kicker aus der Aichelberg-Region fielen trotz des Punktgewinns am Donnerstag um einen Platz auf Rang 14 zurück und stehen damit mehr unter Zugzwang, als die Jesinger, deren 29 Zähler momentan Platz neun bedeuten.

Ähnlich wie den Zellern erging es am Donnerstagabend der SGEH: Das 1:1 gegen die Wernauer SF auf heimischem Gelände sorgte nicht gerade für Freudentänze auf der Alb. "Es war zwar vom Ergebnis für uns enttäuschend", erklärt SGEH-Interims-Abteilungsleiter Frank Zintgraf, "aber summa summarum war es ein gerechtes Resultat." Morgen rückt der FC Uhingen mit Trainer Jürgen Schorstädt an. Das Team des früheren sportlichen Leiters des VfL wurde vorgestern vom Liga-Überflieger GSV Dürnau 6:1 gedemütigt. Schlägt die SGEH (Dreizehnter mit 22 Punkten) die Uhinger (Zehnter, 24 Punkte), könnten die den Club aus dem Filstal tabellarisch überflügeln. Frank Zintgraf ist zuversichtlich: "Wir haben das Spiel gegen Wernau ohne große Blessuren überstanden und werden alles geben, damit die drei Punkte bei uns bleiben."

Während Axel Maier mit seinen Zellern um den Klassenerhalt kämpft, muss dessen Bruder Claus die Hoffnungen auf einen Landesliga-Aufstieg mit dem TSGV Großbettlingen wohl erneut begraben. Vorgestern unterlagen die Kicker vom Staufenbühl im großen Verfolgerduell dem FC Nürtingen 73 nach 1:0-Führung mit 1:2. Großbettlingens Spielleiter Gerhard Bauer weiß, was das Stündchen geschlagen hat: "Jetzt haben wir sieben Punkte Rückstand auf die Nürtinger, es wird ganz schwierig, noch einmal an den FCN heranzukommen." Morgen spielt der TSGV gegen den TSV Wolfschlugen, während die Nürtinger schon heute Mittag mit einem Heimerfolg über den FV Neuhausen noch weiter davonziehen können.

Der FCN sollte tunlichst auch gewinnen, denn es ist kaum damit zu rechnen, dass der überragende Liga-Erste GSV Dürnau (54 Punkte) am Sonntag ausgerechnet beim immer schwächer werdenden Neuling TSV Grötzingen in Gefahr gerät. Die Partien zwischen dem TSV Boll und dem TSV Neckartailfingen sowie dem SV Göppingen und den Wernauer SF komplettieren das Bezirksliga-Programm des Wochenendes.