Lokalsport

Schlussoffensive mit Wirkung

Am letzten Heimspieltag zeigte sich der TSV Owen nochmals von seiner besten Seite. Vor allem in der Schlussphase hatten die Gäste vom Hbi Weilimdorf/Feuerbach der Tecksieben wenig entgegenzusetzen und mussten sich mit 32:23 (14:12) geschlagen geben.

OWEN Schon vor der Partie waren die Owener Anhänger in Feierlaune. Gremiumsmitglied Dietmar Kerner verabschiedete vor dem wohl letzten Heimauftritt sowohl Markus Güntner als auch Trainer Enrico Wackershauser. Markus Güntner wird nach fast sechs Jahren in Gelb-Schwarz in der kommenden Runde für die TG Nürtingen auf Torjagd gehen. Coach Enrico Wackershauser übergibt nach stolzen acht Jahren als Aktiventrainer das Amt in der kommenden Runde an Christoph Winkler. Wackershauser bleibt dem TSV jedoch auch weiterhin erhalten. In der Talentschmiede SG Teck hält er weiterhin die Zügel in der Hand.

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Doch zum Spiel: Konzentriert startet der Tälesexpress in die Partie. Lars Kirchner und Steffen Klett brachten ihre Farben schnell mit 2:0 in Front. Bis zum 5:2 hatte Owen alles im Griff. Doch plötzlich war Sand im Angriffsgetriebe des TSV. Technische Fehler und Fehlwürfe brachten die Stuttgarter Gäste in die Partie. Vor allem der wurfstarke Rückraum des Hbi fand immer wieder die Lücken im Abwehrverband des TSV. Doch den zwischenzeitlichen Ausgleich konterte Owen in unnachahmlicher Weise. Drei Konter und ein schöner Schlagwurf von Markus Güntner brachten dem TSV wieder die 10:6-Führung. Anstatt den Lauf weiter auszubauen, schlichen sich auf Owener Seite plötzlich wieder die bekannten Schwächen im Abschluss ein. Bis zur Pause konnte Weilimdorf/Feuerbach sogar wieder auf 14:12 verkürzen.

Im zweiten Durchgang dann das selbe Bild: Owen konnte seine deutliche Feldüberlegenheit nicht in die nötigen Tore umsetzen und sich bis dahin nie deutlicher als mit zwei bis drei Treffern absetzen. Erst Frank Baisch brachte dem TSV mit einem Doppelschlag zum 24:19 in der 48. Minute etwas mehr Sicherheit. Die Bank der Gäste sah sich daraufhin zur Auszeit genötigt. Doch wie schon im Hinspiel war der TSV Owen der Nutznießer der Hbi-Taktik. Gegen die abbauenden Gäste kam die Mannschaft um Kapitän Benjamin Kazmaier in den letzten Minuten des Spiels noch so richtig in Fahrt.

Für den TSV war es von diesem Zeitpunkt an ein reines Schaulaufen und Weilimdorf/Feuerbach ergab sich in sein Schicksal. Als Steffen Klett per Kempatrick das 31:23 erzielte war die Partie natürlich längst entschieden. Erst der Schlusspfiff stoppte die Mannschaft von Enrico Wackershauser beim verdienten 32:23.

Nachdem auch der TSV Weilheim als direkter Konkurrent im Kampf um Platz zwei und damit die Aufstiegs-Relegation seine Hausaufgaben gegen den HC Wernau erledigt hat, wird die Entscheidung wohl im Fernduell am letzten Spieltag fallen müssen. Die Limburgstädter müssen bei der erstarkten HSG Weinstadt antreten, während der TSV Owen zum abstiegsbedrohten HC Wernau reist.

br

TSV Owen:

Carrle, Fazakas; Baisch (2), Güntner (5), C. Hoyler, H. Hoyler (6/1), Kazmaier (5), Kirchner (2), Klett (8/3), Schmid (3), Wahl (1).Schiedsrichter:

Mollenkopf/Mollenkopf(VfL Pfullingen).