Lokalsport

Schlusspunkt einer enttäuschenden Saison

Das Weltcup-Finale in Schladming ist das letzte große Rennen der Saison. Die Fumic-Brüder reisen ohne große Erwartungen nach Österreich.

EDGAR VELOCI

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KIRCHHEIM Die Luft scheint raus aus der Saison weder Lado noch Manuel Fumic fahren mit Optimismus zum sechsten und letzten Weltcup-Rennen der Saison. Nachdem er schon die gesamte Saison nicht das Niveau der Vorjahre erreichen konnte, hat sich Lado Fumic jetzt zum zweiten Mal binnen weniger Wochen durch Stürze ein Handicap an die Beine geheftet. Nach der Schulterverletzung, die eine WM-Teilnahme verhinderte, rutschte er jetzt in das nächste Dilemma. Beim Profikriterium in Albstadt, das Jens Voigt vor Linus Gerdemann gewann, flog bereits in der fünften von 80 Runden ein Ball auf die Strecke. Und es war kein Luftballon, der platzte, sondern ein fester Gummiball, der schließlich eine ganze Reihe von Rennfahrern abräumte. Lado Fumic war ganz vorn dabei. Das Rad war kaputt und der Kirchheimer hatte einige dicke Schrammen abbekommen, die das Training in den folgenden Tagen doch wieder beeinträchtigten.

Keine guten Voraussetzungen, um sich ein letztes Mal dieses Jahr mit der versammelten Weltelite zu messen. "Keine Ahnung was möglich ist. Ich werde jedenfalls nichts mit der Brechstange versuchen", sagt der Kirchheimer und fügt hinzu: "Es sind ja nicht mehr viele Rennen, wir lassen es ausklingen."

Bundestrainer Frank Brückner wird das nicht gerne hören. Schließlich will er, dass Lado Fumic so viel wie möglich Weltranglistenpunkte sammelt, damit der Rückstand auf Platz fünf der Nationenwertung nicht zu groß wird. Das betrifft Manuel Fumic nur indirekt. Er würde auch bei größten Anstrengungen am Ende der Saison nicht mehr zu den besten drei deutschen Fahrern zählen, die in die Nationenwertung eingehen. Er beschäftigt sich jetzt schon mit der Saison 2007. Vom Weltcup-Finale erwartet er wenig. Und dass er so wenig zum Spannungsaufbau beitragen kann, beginnt ihn schon zu nerven. Er müsse seit Wochen immer das Gleiche sagen. "Tut mir leid, aber ich habe nichts zu berichten. Ich bin nicht in der Lage zu attackieren. Eigentlich habe ich das Jahr schon komplett abgehakt", bekennt er.

Besonders erfreuliche Nachrichten aus Schladming hat man also nicht zu erwarten. Dabei haben die deutschen Biker doch ein miserables WM-Ergebnis gerade zu rücken. Aber vielleicht kommt ja Moritz Milatz (Freiburg) noch einmal in Fahrt. Im Kampf um das Podium wird er aber sicher nicht eingreifen können. Weltmeister Julien Absalon (Frankreich) hat die Weltcup-Krone bereits sicher, es geht nur noch um den Tagessieg.

Bei den Damen hofft man im deutschen Lager auf Sabine Spitz (Murg- Niederhof) und auf Nina Göhl (Freiburg). Die ist nach der bestandenen Zwischenprüfung im Medizinstudium wieder hoch motiviert. Hanna Klein vom RKV Kirchheim will im zweiten Weltcup-Rennen ihrer Karriere Punkte ergattern. Dazu muss sie unter die besten 60 kommen.