Lokalsport

Schnell aber ohne Glück

Ein Jahr nach seinem Vierfachtriumph von Stuttgart kehrte Schlierbachs Moto-crosser Manuel Chittaro am vergangenen Wochenende in die Hanns-Martin-Schleyer-Halle zurück. Diesmal ohne Glück: Trotz starker Leistung im Zeittraining war an beiden Tagen bereits im Vorlauf Schluss.

LARS KOCH

Anzeige

"Das vergangene Jahr nach der schweren Verletzung war nicht einfach und ich bin erst wieder auf dem Weg zu alter Form", versuchte der 20-Jährige die Erwartungen schon vor dem Start ins Rennwochenende zu dämpfen. Doch als dann das Zeittraining zur Ermittlung der Startpositionen anstand, war Chittaro nicht nur einer der fleißigsten, sondern drehte auch die insgesamt drittschnellste Runde auf dem Kurs in der Stuttgarter Schleyer-Halle. "Es ging besser als erwartet, vielleicht ist sogar ein Podiumsplatz drin", so Chittaro nach dem Training.

Doch damit hatte sich der Schlierbacher wohl selbst zuviel Druck gemacht. In der 125er-Klasse, in der es nur zwei Vorläufe und ein Finale gibt, startete Chittaro in der stark besetzten ersten Gruppe, hatte allerdings schon als das Startgitter fiel, Probleme. Zwar konnte sich der Kawasaki-Pilot innerhalb von drei Runden wieder in die Nähe eines Finalplatzes kämpfen, ein Sturz in Runde vier machte jedoch alle Hoffnungen auf den Endlauf zunichte.

Auch am Samstag war Chittaro wieder schnell im Zeittraining unterwegs. Wieder stand die drittschnellste Zeit zu Buche und wieder musste er in der starken ersten Gruppe antreten. Erneut waren es die Nerven, die dem ansonsten so reaktionsschnellen Schlierbacher einen Streich spielten. Nach nur mäßigem Start kam Chittaro als Neunter aus der ersten Runde, kämpfte sich schnell auf Platz acht vor und hing dann hinter dem aus Schneckenhausen stammenden Jörn Guckenbiehl fest. Der machte dem Namen seines Heimatortes keine Ehre und drehte schnelle Runden, konnte die Angriffe von Chittaro, der zwar offensichtlich Reserven hatte, aber keinen Weg am Kontrahenten vorbei fand, immer wieder abwehren.

Damit war auch am Samstag bereits im Vorlauf für Chittaro Schluss. "Ich habe mir zuviel vorgenommen und wollte den Leuten hier zeigen, dass ich wieder da bin. Die Trainingszeiten bestätigen ja auch, dass ich durchaus aufs Podium hätte fahren können", ärgerte sich der Schlierbacher über ein Wochenende mit schnellen Zeiten und ohne greifbares Ergebnis. Am kommenden Wochenende steht bereits der nächste Supercross-Termin in Wien an. Dort soll zu den guten Trainingszeiten dann hoffentlich auch eine ordentliche Platzierung im Rennen hinzu kommen.