Lokalsport

Schnelle Tore Mangelware

Das zweite Auswärtsspiel in Folge steht für die Lenninger Handballerinnen auf dem Prgramm. Kein Lokalderby wie der Name des Gegners vermuten ließe: Das morgige Fahrtziel Weilheim liegt bei Tuttlingen und der dortige TB derzeit auf Platz fünf der Verbandsliga-Tabelle.

LENNINGEN "Jetzt müssen wir eben gegen die vorderen Mannschaften punkten", beschreibt SG-Trainer Markus Nothwang die derzeitige Situation des Lenninger Frauenteams. Nach der "Argental-Aufbauhilfe" vergangene Woche, als die SG mit 17:20 beim Tabellenletzten verlor und dabei den Oberschwäbinnen zu ihren ersten Punkten verhalf, gilt es jetzt kräftig in die Hände zu spucken. "Wir spielen zu brav in der Abwehr", machte Nothwang nach der Auswärtsniederlage eine der Ursachen aus. Recht hat er: Gegen Argental ließ die SG den Gegner ungestört in der Nahwurfzone agieren. Durchbrüche am Kreis waren damit vorprogrammiert.

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Der morgige Gegner TB Weilheim liegt derzeit mit 8:6 Punkten auf Platz fünf und verlor zuletzt bei der MTG Wangen knapp mit 24:22. Wie schnell sich bei der SG das Ungleichgewicht zwischen Abwehr und Angriff beseitigen lässt, steht noch in den Sternen. Hinten top, vorne flop könnte man sagen, wenn man die Torbilanz von 89:93 betrachtet. Damit hat Lenningen bisher die meisten Treffer aller Mannschaften in der Liga eingefangen. Markus Nothwang sieht das Problem in der mangelnden Schnelligkeit nach vorne: "Wir sonnen uns zu lange bei guten Abwehraktionen, anstatt den Hebel schnell umzulegen", meint er. "Die einfachen Tore bei der Vorwärtsbewegung fehlen uns."

Mit der Leistung seines Rückraums hingegen konnte der Trainer zuletzt zufrieden sein. Also: SG-Damen sputet euch. Die Aufstellung bleibt gegenüber dem Argental-Spiel unverändert (Sonntag, 15 Uhr, Kreissporthalle Tuttlingen).

döl

SG Lenningen:

Butzer, Hahn; Blocher, Dick, Emmenegger, Kazmaier, Kuch, Reichle, Schmid, Schoser, Timar.