Lokalsport

Schumacher kommt in Fahrt

"Ich will mich zeigen", hat Stefan Schumacher vor Beginn der Protour-Serie selbstbewusst verkündet. Der Nürtinger hält Wort: Nach seinem siebten Platz am Dienstag fuhr der Gerolsteiner-Profi auf der gestrigen dritten Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza auf Rang sechs und war damit erneut bester Deutscher.

BERND KÖBLE

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SAINT ETIENNE Sein erster Auftritt im Gerolsteiner Trikot bei der Protour verläuft ganz nach dem Geschmack von Stefan Schumacher. Nach zuletzt noch zurückhaltenden Auftritten zum Saisonbeginn scheint der 24-Jährige aus Großbettlingen allmählich in Fahrt zu kommen. Platz sieben am Dienstag auf der 200 Kilometer langen Etappe von Cerilly nach Belleville, gestern nun Platz sechs auf dem ersten schweren Abschnitt von Julienas nach Saint-Etienne, wo 18 Kilometer vor dem Ziel ein Berg der ersten Kategorie auf die Fahrer wartete. Während zu Beginn der einwöchigen Fernfahrt die Sprinter den Ton angaben, waren gestern erstmals Kletterqualitäten gefragt. Für Schumacher Gelegenheit, sein Allroundtalent unter Beweis zu stellen. Er entschied den Sprint als Sechster in einer zweiten Verfolgergruppe für sich und verbessert sich damit in der Gesamtwertung auf Platz neun. Das Gelbe Trikot übernahm der Amerikaner Floyd Landis (Phonak), der nach einem gemeinsamen erfolgreichen Ausreißversuch dem Spanier Francisco Vila (Lampre) den Tagessieg überließ .

Zufriedene Miene gestern auch bei Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer: "Stefans Leistungskurve zeigt nach oben. So kann es weitergehen." Ob es das tut, ist zumindest auf der morgigen Etappe fraglich. Der vierte Abschnitt durchs Rhônetal dürfte eher ein Fall für die Sprintspezialisten sein.