Lokalsport

Schwaben-Derby in Westfalen

In der Tischtennis-Bundesliga standen sich die Kontrahenten aus Frickenhausen und Ochsenhausen bereits gegenüber. Mit einem 6:2- Sieg konnte sich das Team aus dem Neuffener Tal gegen die Oberschwaben durchsetzen. Am Freitag kommte es im DTTB-Pokal in Jülich zu einer Neuauflage des Derbys.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Endlich mal wieder einen Titel holen, lautete das erklärte Ziel aller TTC-Akteure noch vor der Saison. Wie schwer dieses Unterfangen in der derzeitigen Zusammensetzung der Liga sein kann, hat die Vorrunde gezeigt. Ein ausgeglichenes Feld mit sieben Teams, die sich gegenseitig die Punkte rauben, macht die Bundesliga spannend wie nie zuvor.

Der TTC kann davon ebenso ein Lied singen wie der Kontrahent aus Ochsenhausen. Die Oberschwaben kamen mit zwei Auftaktsiegen zwar besser aus den Startlöchern, konnten das Niveau jedoch nicht halten. Beim Team aus dem Neuffener Tal war es genau umgekehrt: Verpatzter Start, schwankende Leistungen und erst in den letzten beiden Spielen setzte die lang erwartete Konstanz ein. Mit 6:1 wurden die Nachbarn aus Plüderhausen abgefertigt und nur eine Woche später setzte es für Jülich eine 6:0-Packung. Damit wahrte sich die Mannschaft von Trainer Jian Xin Qiu alle Chancen auf einen der begehrten Play-Off-Plätze in der Meisterschaft. Damit ist in punkto Titelgewinn also noch alles drin.

Am kommenden Freitag nimmt die Mannschaft nun das nächste Ziel ins Visier, denn auch im Kampf um den DTTB-Pokal will sie ein Wörtchen mitreden. Leicht wird auch dies nicht, denn der Gegner Frickenhausens im Viertelfinale ist kein Geringerer als der amtierende Meister und Pokalsieger TTF Ochsenhausen. "Bei einem Zusammentreffen von Frickenhausen und Ochsenhausen entscheidet immer die Tagesform", sagt Präsident Wohlhaupter-Hermann. Dennoch sei die Begegnung eine Art Schlüsselspiel. "Ein Sieg gegen die TTF würde uns das nötige Selbstvertrauen geben, um auch ins Endspiel zu gelangen."

Auf den Gewinner würde im Halbfinale der Sieger der Partie Jülich gegen Plüderhausen warten. Beides vermeintlich lösbare Aufgaben, wenn man die letzten Ergebnisse aus der Bundesliga als Maßstab nimmt. So betrachtet könnte den Frickenhausern auch gegen Ochsenhausen eine Favoritenrolle zugesprochen werden, schließlich konnte das Täles-Team im Vorrundenspiel einen 6:2-Sieg verbuchen. Wohlhaupter-Hermann winkt jedoch ab. Seiner Ansicht nach stehen die Chancen 50:50. "In der Bundesliga-Begegnung wurden viele Spiele nur ganz knapp entschieden. Das hätte auch ganz anderes laufen können." Und TTC-Manager Reuhl ergänzt: "Im Fußball würde man sagen: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Im Tischtennis ist es so, dass jedes Spiel, in der Liga wie im Pokal, sein eigenes Gesetz hat."

Deutsche Pokalmeisterschaft in Jülich

Viertelfinale am Freitag, 17. Dezember, ab 17.30 Uhr: TTC Zugbrücke Grenzau Borussia Düsseldorf, TTF Liebherr Ochsenhausen TTC metabo Frickenhausen, TTV Re-Bau Gönnern Müller Würzburger Hofbräu, SIG combibloc Jülich/Hoengen SV Plüderhausen. Halbfinale: Samstag, 18. Dezember ab 16 Uhr. Finale: Sonntag, 19. Dezember.