Lokalsport

Schwache Ötlingerim Abstiegssumpf

Zwei deftige Klatschen holten sich die Ötlinger Luftpistole-Schützen beim Bundesliga-Durchgang in Ludwigsburg: Gegen den Tabellenführer ESV Weil am Rhein gab es ein 1:4, gegen die Fünf des Gastgebers ein 0:5.

LUDWIGSBURG Boris Graytser, für Ötlingen an Position eins startend, musste neidlos anerkennen, dass es derzeit schwer ist, gegen die Nummer eins der Weiler, Abdullah Ustaoglu, einen Sieg zu landen. Graytser lag nach 20 Schuss bereits mit fünf Ringen im Rückstand. Am Ende stand es 383:374 für den Weiler. Auch Daniel Barner tat sich gegen Markus Abt schwer. Konnte er die Partie bis zum Ende der zweiten Serie noch ausgeglichen gestalten, so musste er den Weiler in Serie drei und vier vorbeiziehen lassen. Abt sicherte mit seinem 384:377-Sieg den zweiten Einzelpunkt für die Südbadener. Einen rabenschwarzen Tag hatte Stefan Scharpf erwischt. Zunächst sah es danach aus, dass er gegen Thomas Albiez mithalten konnte. In der zweiten Serie musste er seine Hoffnungen begraben. Eine Drei bedeutete einen fast nicht aufzuholenden Rückstand. Auch wenn Scharpf weiter kämpfte, konnte er den 375:360-Sieg von Albiez nicht verhindern.

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Somit war klar, dass der ESV Weil am Rhein als Sieger aus dieser Begegnung gehen würde. Nur die beiden Ötlinger Geipel und Rieger konnten noch zur Ergebnisverbesserung beitragen. Markus Geipel lag zwar zur Hälfte der Partie gegen Christian Schebesta mit vier Ringen zurück, wurde aber durch zwei sehr gute Serien drei und vier dennoch mit 373:369 Sieger und verbuchte den ersten Ötlinger Einzelpunkt. Auf des Messers Schneide stand die Partie von Achim Rieger gegen Jan Brunner. Bis zum letzten Schuss hätte sich das Blatt noch zum Guten für die Ötlinger wenden können. Doch auch dieser Ötlinger Schütze musste sich dem Weiler mit dem knappen Ergebnis von 369:370 beugen.

Am Sonntag traf der TSV Ötlingen auf die SGi Ludwigsburg. Boris Graytser hatte es mit Florian Brunner zu tun. Auch wenn die Partie ausgeglichen erschien, behielt der Ludwigsburger mit 379:375 die Oberhand. Daniel Barner traf auf Andreas Schneider. Beide lagen nach 20 Schuss noch gleichauf. In der letzten Serie schoss Schneider 96 Ringe und gewann seinen Wettkampf mit 375:373. Markus Geipel hatte gegen Harald Köpke keinen leichten Stand. Er hatte gut begonnen, schoss in der dritten Serie aber nur 88 Ringe und verlor mit einem Ring Unterschied (368:367). Scharpf-Ersatz Jörg Kobarg musste sich nach sehr schwacher Leistung dem Ludwigsburger Dirk Ruiken, der auch keine Bäume ausriss, mit mehr als mäßigen 356:360 Ringen beugen. Achim Rieger traf auf Julia Hochmuth und hielt die Partie zunächst offen. Seinen Wettkampf verlor er trotzdem mit 376:372.

Nach den zwei verlorenen Wochenend-Partien zog Ötlingens Abteilungsleiter Joachim Poppek ein kritisches Resumee. "Wir können unser gestecktes Saisonziel, die Finalteilnahme bei den deutschen Meisterschaften, nun nicht mehr verwirklichen und sind vielmehr von der Abstiegs-Relegation bedroht", sagte er. Nur ein Sieg gegen die SG Ulrichshögl im letzten Duell im Januar kann die Mannschaft vor diesem Zitterspiel bewahren. Fest steht, dass die TSVÖ-Luftpistoleschützen die Leistungen vergangener Zeiten derzeit nicht abrufen können.

In der ersten Sonntagsbegegnung besiegte der Tabellenzweite SGi Waldenburg den ESV Weil am Rhein mit 3:2. Waldenburgs Gontcharov lieferte hierbei mit zwei 99er-Serien und einem Endergebnis von 392 Ringen eine Weltklasseleistung ab.

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