Lokalsport

Schwäbischer Fleiß wird in Chile belohnt

Schwäbischer Doppelsieg in Südamerika: Uli Schwenk (LSV Münsingen) und Tilo Holighaus (Kirchheim/Fliegergruppe Wolf Hirth) heißen die beiden Erstplatzierten des Chile Grand Prix im Segelfliegen. Damit hat sich das Duo für das GP-Finale in Neuseeland qualifiziert.

Rainer Rauch

Santiago. Nachdem Holighaus und Schwenk am dritten Wertungstag die Führung übernommen hatten, gaben sie diese bis zum Ende des Grand Prix nicht mehr ab. Beide Piloten waren mit einem Flugzeug Kirchheimer Herkunft erfolgreich, dem Ventus 2ax. Waren die ersten Tage geprägt von idealen Segelflugbedingungen mit Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 km/h, mussten beide am Ende bei schwachen Bedingungen ihr ganzes Können unter Beweis stellen.

In Santiago de Chile vor der imposanten Kulisse der Kordilleren starteten die 19 Piloten aus sechs Nationen zu insgesamt sechs Rennen. Insbesondere am ersten und fünften Wertungstag zeigte „Team Schwaben“ eine beeindruckende Leistung. So gelang es am ersten Tag nur Uli Schwenk, die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Am fünften Tag war es dann Tilo Holighaus, der dieses Kunststück vollbrachte. Nur er fand zwischen vielen Regenschauern einen trockenen Weg nach Hause. Trocken sollte er dennoch nicht bleiben – in Freude über seinen Tagessieg beförderten ihn Helfer und Organisatoren in voller Montur in den nahe gelegenen Swimmingpool.

Zum regelrechten Krimi entwickelte sich der letzte Wertungstag. Zwar war die Strecke mit 124 Kilometern ungewöhnlich kurz. Aber eine Wetterverschlechterung am dritten Wendepunkt brachte die gute Platzierung von Tilo Holighaus nochmals in Gefahr. Während Uli Schwenk und der Südtiroler Thomas Gostner noch rechtzeitig den Pflichtpunkt passierten, musste Holighaus einen deutlichen Umweg in Kauf nehmen. Mit den Fans vor Ort fieberten auch an diesem Tag viele Zuhausegebliebene via Internet mit. „Go Tilo go“ war in der kniffligen Phase seines Fluges immer wieder als Wunsch der Fans auf dem Bildschirm zu lesen. Schließlich konnte er mit einem vierten Tagesplatz seine Gesamtplatzierung halten. In der Endabrechnung wurde Holighaus Zweiter hinter Uli Schwenk. Das Podium komplettierte der Italiener Thomas Gostner.

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