Lokalsport

Schwenk und Bode bleiben vorne

Auch an den beiden letzten Tagen des Gliding Grand Prix auf der Hahnweide war das Wetter den Piloten nicht wohlgesonnen nachdem am Samstag nur eine Aufgabe absolviert werden konnte, änderte sich am Gesamtklassement nichts mehr: Uli Schwenk (Münsingen) und Tassilo Bode (Gifhorn) qualifizierten sich als Erstplatzierte für den World Grand Prix in Neuseeland 2007.

KIRCHHEIM Als erste Tagesaufgabe stand am Samstag eine Mehreckumrundung von insgesamt 187 Kilometern an. 16 Piloten schafften diese Strecke in weniger als zwei Stunden, sodass die Startaufstellung für die zweite Runde zügig angegangen werden konnte. Zwei Piloten waren bei der ersten Tagesaufgabe nicht ganz so erfolgreich und mussten außen landen, darunter der Zweitplatzierte Tassilo Bode. Per Flugzeugschlepp erreichte er die Hahnweide noch rechtzeitig vor dem Start zur zweiten Tagesaufgabe. Viel spannender lief's beim Österreicher Peter Platzer, der unweit des ersten Wendepunktes in der Nähe von Ulm außenlanden musste. Einer fantastischen Rückholaktion seiner Mannschaft hatte er es zu verdanken, dass er in letzter Minute den Start zur zweiten Runde erreichte und sich damit die Wertungschance für die zweite Tagesaufgabe sicherte.

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Nach zügigem Start aller 20 Maschinen gab Sportleiter Tilo Holighaus Punkt 17 Uhr die Abfluglinie für die zweite Tagesrunde frei und trieb damit die Spannung in den Cockpits wie auch auf der dicht besetzten Publikumstribüne auf ein Höchstmaß. Wie an der Schnur aufgereiht konnte man zum zweiten Mal den Abflug der Segler beobachten. Zuerst nach Blaubeuren, dann zum Lichtenstein und über den Auchtert wieder zurück zur Hahnweide sollte die 109 Kilometer lange Strecke führen. Doch es sollte wohl nicht sein, schon kurz nach dem Abflug hingen die Segler in mehr oder weniger toter Luft und sahen keine Chance, die Aufgabe zu erfüllen. Um unnötige Außenlandungen zu vermeiden, musste die Aufgabe neutralisiert werden. In annähernd gleich enger Aufreihung wie beim Abflug zogen sie mit Höchstgeschwindigkeiten über die Ziellinie. Damit war der erstmalige Versuch, an einem Tag zwei Aufgaben zu fliegen, knapp gescheitert.

So blieb es bis zum gestrigen Sonntag bei vier Wertungen und alle Blicke hingen am frühen Sonntagmorgen am wolkenverhangenen Himmel über der Hahnweide. Die große Frage, ob es ein Abschlussrennen und eine fünfte Wertung geben würde, blieb offen.

Eine von Südwesten heranziehende Regenfront machte gegen 14 Uhr dem Warten ein Ende und der Sportleitung die Entscheidung leicht, den sportlichen Teil des ersten deutschen Segelflug-Qualifikations- Grand-Prix mit dem vierten Wertungsflug vom Vortag zu beenden. Wie bestellt hellte der Himmel kurze Zeit später wieder auf, sodass die Siegerehrung wie geplant im Freien vor stattlicher Kulisse von 20 im Kreis postierter Segelflugzeuge stattfinden konnte.

Die Siegerehrung wurde von Sportleiter Tilo Holighaus vorgenommen. Mit konstant guten Tagesleistungen flog Mario Kießling, Leistungsträger der veranstaltenden FG Wolf Hirth, mit 20 Gesamtpunkten auf Platz drei und war damit Gewinner der Bronzemedaille. 22 Punkte erflog sich Tassilo Bode vom LSV Gifhorn, damit nicht nur Platz zwei und die Silbermedaille, sondern auch das Ticket nach Neuseeland. Souverän mit zwei Tagessiegen, ein Mal Platz vier, ein Mal Platz zwei und damit 32 Gesamtpunkten holte sich Uli Schwenk vom LSV Münsingen Platz eins und wird damit zum dritten Mal die deutschen Farben in Neuseeland vertreten.

sm