Lokalsport

Schwitzen im Schatten der Ruine

21. Auflage des Hohenneuffen-Berglaufs am 14. Juni – Ab heute Trainingsläufe möglich

Noch 37 Tage bis zum Startschuss des Hohenneuffen-Berglaufs. Die 21. Auflage der 9,3-Kilometer-Schinderei am 14. Juni lockt neben den üblichen Verdächtigen heuer auch überregionale Laufprominenz an: Im Rahmen der Veranstaltung finden die baden-württembergischen Berglaufmeisterschaften statt. Veranstalter Team Sport Schweizer bietet übrigens ab heute allwöchentlich Trainingsläufe auf der Strecke an.

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Peter Eidemüller

Beuren/Linsenhofen. Der Hohenneuffen ruft, die Berglauffans kommen – am 14. Juni heißt es für Hartgesottene bereits zum 21. Mal Schwitzen im Schatten der Burg­ruine. Seit der Premiere 1989 hat sich die 9,3-Kilometer-Hatz vom Linsenhofener Bahnhof in den Burghof des Hohenneuffen mit ihren 438 Höhenmetern in der Läuferszene etabliert. Zumal in der Vergangenheit auch immer wieder hochkarätige Meisterschaften im Rahmen der Veranstaltung auf dem Programm standen. So wie 1995, als Deutschland noch nicht den Superstar, aber sehr wohl die besten Bergläufer suchte. Bis ins damals noch als SDR firmierende dritte Fernsehprogramm und die Bildzeitung schaffte es der Hohenneuffenlauf vor 14 Jahren – „Mutti war die Beste am Berg“ titelte das Springersche Boulevardblatt in Ehren an die damalige Siegerin und dreifache Mutter Gudrun de Pay aus Trochtelfingen, die übrigens mit vier Siegen bis heute beste Teilnehmerin des renommierten Stuttgartlaufs ist.

Auch wenn die Postille mit den vier großen Buchstaben heuer kaum am Start in Linsenhofen auftauchen wird: Mit den baden-württembergischen Berglaufmeisterschaften gewinnt der Ruinen-Run gleich noch mal an Attraktivität. Beispiele gefällig: Die drei Erstplatzierten der letztjährigen „Bawüs“ in Waldkirch sind durchweg bekannte Namen in der Szene: Markus Jenne (USC Freiburg) war Deutscher Berglaufvizemeister 2003 und 2005, darüber hinaus noch WM-Bronzemedaillengewinner mit der Mannschaft 2003. Ulrich Benz (LG Bran­denkopf) gewann 2008 den Freiburgmarathon und Thomas Göpfert (LT Sulz am Eck) ist 19-facher Deutscher Gehörlosenmeister auf verschiedensten Langstrecken – solch illustre Läufer wären für das veranstaltende Team Sport Schweizer natürlich gern gesehene Teilnehmer.

Die Nürtinger-Frickenhausener Truppe um Altmeister Peter Schweizer bietet im Vorfeld auch dieses Jahr wieder Vorbereitungsläufe an. Ab heute können Interessierte jeweils donnerstags um 18.30 Uhr auf der Strecke trainieren. Treffpunkt ist am Bahnhof Linsenhofen. „Bei dem Angebot handelt es sich aber ausschließlich ums Laufen, nicht ums Nordic Walking“, betont Mitorganisator Frank Klass. Nichtsdestotrotz gibt es für die „Stöckles­geher“ eine eigene Wertung am Wettkampftag.

Um denjenigen, die den Hohenneuffen-Berglauf bezwingen wollen, auch in der Vorbereitungsphase optimale Bedingungen zu ermöglichen oder um Neulingen ohne Streckenkenntnis eine Hilfe an die Hand zu geben, haben sich die Veranstalter etwas Neues einfallen lassen: Erstmals ist die Strecke bereits ab Mai ausgeschildert. Neben den Kilometerschildern sind auch Schilder zur Richtungsangabe angebracht – Verlaufen gilt dann nicht mehr als Ausrede für Nicht-Finisher. Ambitionierter Nachwuchs trainiert übrigens bereits seit 28. April für den Schülerberglauf. Immer dienstags ab 18 Uhr heißt es für die Pennäler an der Turnhalle in Beuren, sich auf den 14. Juni vorzubereiten.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung gibt es unter www.hohenneuffen-berglauf.de. Dort ist auch der Zwischenstand des Täles-Cups zu finden, zu dem die Veranstaltung zählt. Nach dem Bärlauchlauf am 5. April führt Hendrik Reininger vor Jürgen Kraut (beide Team Sport Schweizer). Bei den Frauen führt Monika Pletzer aus Frickenhausen. Es folgen noch der Kirchert- (19. September) und der Käppelelauf (1. November).