Lokalsport

Sechs Tage, vier

Frickenhausen gewinnt Bundesliga-Derby

Der TTC Frickenhausen/Würzburg hat das hart umkämpfte Baden-Württemberg-Derby in der Tischennis-Bundesliga gewonnen. Der TTC besiegte ­Ochsenhausen mit 3:2.

Frickenhausen. Die knapp 500 Zuschauer dürften ihr Kommen nicht bereut haben. Allein die Spieldauer von dreieinhalb Stunden zeigt, wie ausgeglichen das Spiel war. Umso höher ist die Leistung der Gastgeber zu bewerten, die in sechs Tagen vier Erfolge feierten.

Frickenhausens Trainer Jian Xin Qiu setzte in diesem Spiel auf die Mannschaft, die die letzten drei Spiele dieser Woche so erfolgreich bestritten hatte. Sein Kollege Anders Johannson schickte mit Adrian Crisan, Chuang Chih Yuan und Tiago Apolonia die Mannschaft ins Rennen, die beim 3:0-Champions-League-Sieg gegen San Sebastian überzeugte.

Bereits im ersten Spiel des Nachmittags bekamen die Zuschauer ein Match auf höchstem Niveau mit packenden Ballwechseln zu sehen. Die ersten beiden Sätze konnte Tan Rui Wu für sich entscheiden, ehe Chuang mit zwei Mal den Satzausgleich herstellte. Im entscheidenden fünften Satz überzeugte Tan immer wieder durch platzierte Vorhand-Topspins und brachte die Gastgeber durch einen 11:9-Sieg mit 1:0 in Führung.

Anschließend standen sich die 17-jährige japanische Nachwuchshoffnung des TTC, Kenta Matsudaira und der für die TTC Liebherr Ochsenhausen spielende rumänische Nationalspieler Adrian Crisan gegenüber. In einem sehr engen Match setzte sich Crisan knapp mit 3:1 durch.

Auch das Duell Bastian Steger gegen den jungen Portugiesen Tiago Apolonia wurde erst im fünften Satz entschieden. Hier hatte Apolonia das bessere Ende für sich und brachte Ochsenhausen 2:1 in Führung.

Alle Hoffnungen ruhten nun auf Tan. Er musste nun unbedingt gegen Crisan gewinnen, damit der TTC ungeschlagen in das Spitzenspiel gegen Düsseldorf gehen kann. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit langen, schnellen Ballwechseln, bei dem der quirlige Frickenhausener den besseren Start erwischte. Er konn­te eine 6:2-Führung im ersten Satz aber nicht nutzen und musste den Satz abgeben. Den Rückstand glich Tan jedoch, wie auch den verlorenen dritten, wieder aus, ehe er sich im fünften Satz als „Fels in der Brandung“ erwies und seinen Gegner mit 11:9 niederkämpfte.

Wie am Mittwoch beim Pokalkrimi in Jülich, musste auch jetzt wieder das Doppel entscheiden. Hier standen sich Steger/Matsudaira und Chuang/Apolonia gegenüber. Nach verlorenem erstem Satz erwies sich das Frickenhausener Duo als aggressiver, was mit dem umjubelten 3:2-Endstand belohnt wurde.

Zwei Siege in nur drei Tagen. Schon am Freitag gewann Fricken­hausen das Champions-League-Spiel in Budapest mit 3:0. Steger besiegte den bislang ungeschlagenen Jörgen Persson (7:11, 9:11, 11:5, 11:2, 9:11). Tan gewann klar gegen den ungarischen Nachwuchsspieler Krisztian Nagy (8:11, 6:11, 11:8, 6:11). Im dritten Spiel besiegte Matsudaira Daniel Zwickl mit 3:1 (13:15, 11:8, 3:11, 10:12). ds

Frickenhausen – Ochsenhausen: 3:2

Tan – Chuang: 11:7, 11:6, 9:11, 9:11,11:9

Matsudaira – Crisan: 9:11, 11:13, 11:9, 11:13

Steger – Apolonia: 11:5, 8:11, 11:5, 7:11, 8:11

Tan – Crisan 8:11, 11:9, 2:11, 11:7, 11:9

Steger/Matsudaira – Chuang/Apolonia: 7:11, 11:9, 11:6, 11:8

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