Lokalsport

"Sechs-Punkte-Spiel" für Jesingen

Den letzten Spieltag vor der Winterpause haben die Fußball-Bezirksligisten am Wochenende zu absolvieren. Die hiesigen Vereine blicken vor dem Jahresabschluss auf eher durchwachsene Bilanzen.

KIRCHHEIM Nach dem protestbedingten Ruhetag am vergangenen Sonntag bestreiten die Bezirksliga-Kicker übermorgen den ersten Rückrundenspieltag, ehe die bis 26. Februar dauernde Winterpause ansteht. Diese sehnen auch die Vereine um die Teck herbei, von denen keiner mit dem Verlauf der Vorrunde zufrieden ist. Der TSV Notzingen hat nach seinen gravierenden Formschwankungen Mühe, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten, während der TSV Jesingen und noch mehr der TSG Zell und die SGEH um den Klassenerhalt bangen müssen.

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Der Schlager des Tages steigt am Sonntag auf den Fildern, wo der Tabellendritte Neuhausen versuchen wird, dem allein noch ungeschlagenen Spitzenreiter Dürnau ein Bein zu stellen. Dies sehnt die ganze Konkurrenz herbei, um das Geschehen an der Spitze in der Rückrunde spannender zu machen.

Drei Punkte im Heimspiel gegen Boll plant Notzingens Spielertrainer Stefan Haußmann zum Jahresabschluss ein. Vieles lief beim TSVN zuletzt schief, laufend wechselten Siege und Niederlagen. Mit den Kurörtlern kommt ein Angstgegner in den Eichert, gegen den in den letzten drei Punktspielen kein Sieg gelang. "Jede Serie geht einmal zu Ende", ist Haußmann hoffnungsvoll. Bis auf Bektas und Benning kann er am Sonntag auf einen vollen Spielerkader zurückgreifen.

Jesingens Trainer Klaus Müller hat bis auf den an einem Kapselriss laborierenden Alexander Grillo alle Mann zur Verfügung, um am Sonntag gegen Wolfschlugen einen "Dreier" einzufahren. "Wenn wir gewinnen, stehen wir im gesicherten Mittelfeld, bei einer Niederlage droht die Abstiegszone", ist TSVJ-Boß Steffen Mauz Realist vor dem "Sechs-Punkte-Spiel". Die junge Mannschaft habe zuletzt recht gut gespielt, aber keine Tore geschossen und auch viel Pech gehabt. "Lieber schlecht spielen und dafür gewinnen", ist Mauz' Wunsch gegen die "Wölfe", gegen die in der Vorrunde ein 2:2 gelang.

Dringend auf Punktzuwachs angewiesen sind die SGEH und der TSG Zell. Beide Teams holten aus den letzten drei Spielen nur einen Zähler, belegen Abstiegsplätze. Die SGEH wird's am Sonntag schwer haben, gastiert sie doch beim TSuGV Großbettlingen, der die Hoffnung auf den Relegationsplatz noch nicht aufgegeben hat. "Nur über den Kampf können wir unser Wunschziel, ein Remis erreichen", gibt SG-Trainer Ralf Friedl als Vorgabe aus.

"Nicht ein Spiel konnten wir bisher mit der gleichen Aufstellung bestreiten", beklagt der Coach des TSG Zell, Axel Maier, die Verletzungsmisere seiner Truppe. Dies sei auch der Hauptgrund des bisherigen schlechten Abschneidens. Im morgigen Heimspiel gegen Grötzingen hofft er, an die gute Leistung beim 3:3 gegen Göppingen anknüpfen zu können. Doch ist Grötzingen ein unberechenbarer Gegner, der zuletzt einer 0:1-Niederlage bei Schlusslicht Eislingen einen überraschenden 4:1-Sieg gegen Notzingen folgen ließ. In punkto Aufstellung muss Maier abwarten, nachdem einige Spieler unter der Woche noch angeschlagen waren.

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