Lokalsport

Sechster Platz trotz Kupplungsschaden

Der Nürtinger Wolf Henzler vom Motorsportklub Kirchheim/Teck (MCKT) bestritt am vergangenen Wochenen

de den zehnten und zugleich letzten Lauf zur diesjährigen American Le Mans Serie. Wegen einer defekten Kupplung blieb nur die letzte Startreihe, trotzdem fuhr Henzler noch auf den sechsten Platz.

MONTEREY Zum Abschluss der American Le Mans Serie, auf dem Mazda Raceway von Laguna Seca an der amerikanischen Westküste, konnten Wolf Henzler und sein Co-Pilot Johannes van Overbeek nach technischen Problemen und Karambolagen im Rennverlauf noch auf den sechsten Rang fahren.

Anzeige

Ausgerechnet im Training verweigerte die Kupplung des Porsche RSR ihren Dienst, die Reparatur dauerte so lange, dass eine Teilnahme am anschließenden Qualifying nicht möglich war. Die Konsequenz daraus war der letzte Startplatz für das Rennen.

"Johannes fuhr den Start des Vierstunden-Rennens und konnte sich im Lauf der ersten Runden bis an die vierte Position vorkämpfen", berichtete Wolf Henzler. Nach 25 Rennminuten musste das Safety Car auf die Strecke, Henzlers "Flying Lizard- Team" nutzte dies für den ersten Boxenstopp. "Dies hätte uns einen riesigen Vorsprung eingebracht, denn die anderen Teams nutzten diese Chance nicht", so Henzler nach Rennende. Unglücklicherweise kam van Overbeek nach 65 Minuten unplanmäßig an die Box. Bei einer Karambolage mit einem Prototyp wurde der Kühler beschädigt, dessen Reparatur nahm neun Rennrunden in Anspruch. Während dessen stürmte der Ferrari von Ortelli/Salo sowie auch der RSR von Jörg Bergmeister unbeirrt an die Spitze des GT2-Klassements.

Nach eineinhalb Stunden kletterte Wolf Henzler ins Cockpit und reihte sich in das nicht nur aus GT-Wagen bestehende Feld ein. Audi schickte seine berüchtigten LMP1 Sportwagen R10/ TDi Power ins Rennen und das Porschewerk aus Zuffenhausen war mit dem RS Spyder unterwegs. Diese schnelleren Fahrzeuge überrundeten die ungefähr zehn Sekunden langsameren Autos der GT2-Klasse stets nach etwa acht Runden.

Henzler blieb die verbleibenden zweieinhalb Stunden hinter dem Lenkrad des Porsche 911 GT3 RSR und überquerte schließlich als Sechster mit acht Runden Rückstand die Ziellinie. Für seinen Teamkollegen van Overbeek, der vor dem Rennen die Meisterschaft angeführt hatte und durch den sechsten Rang seine Titelträume begraben musste, fand Wolf Henzler tröstende Worte:"Ich hätte ihm die Meisterschaft gegönnt, aber wir konnten die beiden Karambolagen nicht verhindern."

Im kommenden Jahr startet Wolf Henzler wieder in der American Le Mans Serie' für das Team von Jim Tafel, der bereits in Zuffenhausen zwei neue 911 GT3 RSR erworben hat.

es

Rennergebnis GT2-Klasse in Laguna Seca: 1. Ortelli/ Salo Ferrari 430 GTO Berlinetta,, 149 Runden; 2. Bergmeister/Petersen/Long Porsche 911 GT3 RSR, 149 Runden; 3. Rockenfeller/Tiemann Porsche 911 GT3 RSR, 148 Runden; 4. Law/Neimann Porsche 911 GT3 Cup, 147 Runden; 5. Jeannette/Millner Panoz Esperante GT, 146 Runden; 6. Henzler/ van Overbeek Porsche 911 GT3 Cup, 141 Runden. Endstand GT2-Klassement: 1. Jörg Bergmeister 147 Punkte; 2. Johannes van Overbeek 141Punkte; 3. Patrick Long 137 Punkte; 4. Wolf Henzler 114 Punkte.