Lokalsport

Sein oder Nichtsein, Teil eins

Kämpferische Weilheimer vor dem ersten Landesliga-Relegationsspiel

Heute Abend gilt‘s: Die Handballer des TSV Weilheim bestreiten ab 20 Uhr das erste Relegationsspiel um den Landesliga-Klassenerhalt. Gastgeber ist der TSV Dettingen/Erms, der die Saison in der Staffel 3 mit 15:29 beendete und damit einen Sieg weniger auf dem Konto hatte als der TSVW. Das Rückspiel erfolgt acht Tage später.

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Weilheim. Zunächst hatte man unter der Limburg mit dem SV Hausen, der bis zum letzten Spieltag den zehnten Rang belegt hatte, als erstem Relegations-Gegner gerechnet. Es war ein Trugschluss: Hausen konnte mit fünf Siegen im Endspurt und begünstigt durch ein Unentschieden des TSV Dettingen/Erms am letzten Spieltag noch einen Platz gut machen und rutschte in der Tabelle an Dettingen vorbei. Auf dem Papier scheint dies kein schlechter „Tausch“ für den TSVW: Hausen schlug auch die Dettinger im fulminanten Schlussspurt deutlich.

Der Relegation – das weiß man in Weilheim nur zu gut – sagt man ähnliche Eigenschaften wie den Derbys nach: Egal wer aufeinander trifft, hier gelten eigene Gesetze. So ist der TSV Weilheim in den vergangenen Jahren drei Mal in der Relegation gescheitert – allerdings ging es immer um den Aufstieg.

Mit dem TSV Dettingen/Erms trifft die Beichter-Sieben auf keinen völlig unbekannten Gegner und im Training hat sie sich bereits auf einen harten Kampf eingeschworen. Da das Duell in Hin- und Rückspiel ausgetragen wird, zählt in der heutigen Partie jedes Tor. Es gilt also auch bei einer größeren Tordifferenz, egal ob die positiv oder negativ ist, um jeden Ball zu kämpfen – in der Gesamtbilanz könnte ein einziger Treffer entscheiden.

Eine günstige Ausgangssituation für die zweite Partie acht Tage später (Sonntag, 27. April, 17.00 Uhr) in der Wühlehalle ist wichtig.

Falls der TSV Weilheim den Sprung in die nächste Relegationsrunde schafft, erhält er die Chance, als bester Landesliga-Zehnter nicht abzusteigen. Für den Klassenerhalt muss allerdings das darauffolgende Duell ebenfalls gewonnen werden, und aus den höheren Spielklassen „darf“ keine Mannschaft aus der Region absteigen. Unterm Strich spricht derzeit wesentlich mehr gegen die Weilheimer als für sie. Dennoch wollen sie nochmals alle Kräfte mobilisieren.

Fabian Zettl hat seine Leistenzerrung größtenteils auskuriert und nahm auch wieder voll am Mannschaftstraining teil. Kreisläufer Sebastian Sigel, eine wichtige Stütze, laboriert noch an einer Daumenverletzung, wird aber wohl mit Tapeverband auflaufen können. Schlechte Nachrichten erreichten TSVW-Trainer Beichter von Marco Schill. Seine Knöchelverletzung scheint schlimmer als vermutet – Einsatz unmöglich. Wie schwer der Bänderapparat betroffen ist, werden die Folgeuntersuchungen zeigen.

Damit die Mannschaft den nötigen Rückhalt bekommt, wird wieder ein Fanbus eingesetzt. Zusätzlich rechnet man mit einigen privat anreisenden Zuschauern. tk

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum – Zettl, T. Sigel, Seyferle, Allgaier, Mauch, Rödig, Bachofer, Auweter, S. Sigel, Bächle.