Lokalsport

Selbst die kühnsten Optimisten sind baff

Kreisliga A-Senkrechtstarter SV Nabern in Nürtingen – Jesinger schöpfen Mut aus Niederlage

Das Überraschungsteam in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2 ist zweifellos der SV Nabern: Die Elf von Trainer Viktor Oster steht auf dem dritten Tabellenplatz. Diese Position will sie im Aufsteigerduell beim FV 09 Nürtingen II untermauern. Zu reinen Teckduellen kommt es in den Spielen in Holzmaden (gegen TSV Weilheim II) und bei der TG Kirchheim (gegen den TV Unterlenningen).

Fußball-Kreisliga A: TSV Jesingen (blaue Trikots) - SV Nabern
Fußball-Kreisliga A: TSV Jesingen (blaue Trikots) - SV Nabern

Kirchheim. Mit solch einem Saisonstart haben beim SV Nabern nicht einmal die kühnsten Optimisten gerechnet. Auch der Naberner Trainer Viktor Oster wurde von der Entwicklung völlig überrascht. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagt er, „sie hat sich gegenüber dem letzten Jahr noch einmal deutlich gesteigert.“ Großen Anteil am Höhenflug hat sicherlich auch das Naberner Führungstrio: Mit Abteilungsleiter Michael Dangel und dem Sportlichen Leiter Axel Maier verfügen die Naberner über äußerst engagierte Funktionäre. Hinzu kommt eine Mannschaft, die großen Zusammenhalt besitzt. „Wir treffen uns viel auch außerhalb des Trainings“, berichtet Dangel. Trotz aller Euphorie sind die SVN-Verantwortlichen Realisten genug, das Fell des Bären nicht vor Ende der Jagd zu verteilen. Unverändertes Saisonziel ist der Klassenerhalt. „Es kommen sicherlich auch noch Zeiten, in denen es nicht so gut laufen wird“, warnt Dangel. Bei einem Sieg im Aufsteigerduell beim FV 09 Nürtingen II und gleichzeitigen Punktverlusten des TSV Jesingen und der SGEH winkt nichtsdestotrotz der Sprung an die Tabellenspitze.

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Solcherlei will der TSV Jesingen naturgemäß verhindern. Nach dem mäßigen Auftritt bei der 0:2-Niederlage beim TSV Weilheim II ist beim Spitzenreiter im Heimspiel gegen den VfB Neuffen Wiedergutmachung angesagt. Der großartige Auftritt bei der unglücklichen 3:4-Niederlage im Bezirkspokal gegen den 1. FC Rechberghausen macht große Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden.

Der punktgleiche Zweitplatzierte SGEH hat zusammen mit dem Spitzenreiter bisher die meisten Siege (sechs in neun Spielen) eingefahren. Beim Tabellenvorletzten TSV Neckartenzlingen sollte ein weiterer „Dreier“ hinzukommen. Einen glänzenden Einstand feierte auf der Berghalbinsel zuletzt Neuzugang Pascal Posva. Der ehemalige Landesligaspieler des TSV Köngen (machte wegen einer Verletzung eine längere Spielpause) kam auf Drängen von Co-Trainer Ferdi Turan zur SGEH und erzielte beim 3:1-Sieg über die TG Kirchheim die 1:0-Führung.

Wer schafft den Sprung ins obere Tabellendrittel? Das ist die Frage in der Partie zwischen dem Tabellenneunten TSV Holzmaden und dem Tabellenelften TSV Weilheim II. Der Sieger könnte sich aus der hinteren Tabellenregion verabschieden. Das langfristige Ziel der zweiten TSVW-Mannschaft ist es, oben mitzuspielen. Trotz des durchwachsenen Saisonstarts lässt sich Trainer Timo Ascherl nicht aus der Ruhe bringen. „Ich habe die volle Rückendeckung vom Verein, und wir werden unserem Konzept treu bleiben, auch weiterhin eng mit der A-Junioren-Mannschaft zusammenzuarbeiten.“ Konzeptionelles Ziel ist es, die jungen Spieler über die zweite Mannschaft mittelfristig an den Landesliga-Kader heranzuführen.

Im Lokalderby zwischen der TG Kirchheim (13. Platz) und dem TV Unterliegen (14.) treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich den Saisonstart anders vorgestellt hatten – beide stehen auf einem Absteigerplatz. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, will TVU-Spielertrainer Timo Reinhofer nichts schönreden. Bis zur Winterpause wünscht er sich noch 18 bis 20 Punkte für seine Mannschaft, um eine einigermaßen gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu haben. Nach der etwas unglücklichen 1:2-Niederlage beim VfB Neuffen stehen die SF Dettingen gegen Aufstiegsmitfavorit TV Bempflingen schon unter Zugzwang. Bei einer weiteren Niederlage droht der Absturz auf einen Abstiegsplatz. In den restlichen beiden Spielen stehen sich der TSV Grötzingen und KSV Nürtingen sowie der TSV Grafenberg und der TSV Altdorf gegenüber.